Tag Archive for 'Ankündigungen'

Keine Sicherheit diesen Verhältnissen

Aufruf von de|con|struct reality , lemour – le monde ou rien und antifa nt zur Demo gegen die Münchner Sicherheitskonferenz am 14.02.2020

Für ein Ende der Gewalt!

Gegen die SiKo…

Vom 14.-16. Februar 2020 treffen sich im Hotel Bayrischer Hof internationale Vertreter*innen aus Politik, Militär, (Rüstungs-)Industrie und Zivilgesellschaft zur Münchner Sicherheitskonferenz, um den „drängendsten Sicherheitsrisiken der Welt zu begegnen“. Dieses seit 1963 jährlich stattfindende Treffen war traditionell durch Vertreter*innen des westlichen, transatlantischen Machtblocks dominiert – überwiegend NATO-Staaten – die das Event einst primär zur Koordination im Kalten Krieg nutzten. Seither hat sich der Charakter verändert – was sich unter anderem an einer stärkeren europäischen Ausrichtung, der Einbindung so genannter Schwellenländer, der ausgebauten Teilnahme von NGOs und der öffentlichkeitswirksamen Bezugnahme auf Menschenrechts- und Umweltthematiken zeigt. (weiterlesen)

Für ein Ende der Gewalt

Für den Abend des 14. Februar rufen antiautoritäre Gruppen zu einer Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz auf:

“Ob als Kontaktbörse für die Rüstungsindustrie, als Simulation von Weltpolitik oder als Propagandaevent für den Status Quo – die Siko steht nicht nur symbolisch für globale Herrschaft und Gewalt und ist damit der denkbar passendste Anlass, um unsere radikale Feindschaft gegenüber diesen Verhältnissen auf die Straße zu tragen. Wir kämpfen für eine Welt jenseits patriarchaler und rassistischer Unterdrückung, Staat, Nation und Kapital. Kommt zur Demo gegen die Münchner Sicherheitskonferenz am 14. Februar und lasst uns gemeinsam klarstellen, dass mit uns keine Sicherheit für diese Verhältnisse zu haben ist. Für ein Ende der Gewalt!”

Aufrufe und alle wichtigen Infos finden sich auf dem Blog: keinesicherheit.blackblogs.org

Demo: 14. Februar 2020 – 18:30 Uhr – Gärtnerplatz

Antifa-Café

Antifa in Austria
Wenn Menschenfeindlichkeit Regierungsprogramm wird

Genoss*innen der afa[w] und der Plattform Radikale Linke geben einen Überblick der Geschichte antifaschistischer Organisierung in Österreich, sowie über extrem rechte Umtriebe heute. Gemeinsam diskutieren wir über linksradikale Perspektiven auf die Entwicklungen und Debatten vor Ibiza. Was heißt Antifa wenn Faschos nicht am Katzentisch sitzen sondern in der Regierung? Und das nicht nur aus politisch, aktivistischer Perspektive sondern auch für den Alltag. Was bedeutet es Strategien der Aktion, Kommunikation und Organisierung bewusst hinterfragen und verändern zu müssen und wollen? Was bedeutet die fortgeschrittene Normalisierung der organisierten Menschenfeindlichkeit für einen selbst, für die Menschen die man mag und mit denen man solidarisch ist? Wie ist die aktuelle politische Lage und Stimmung? All diese Fragen haben wir den Wiener Genoss*innen gestellt und sie bringen uns im Rahmen des Antifa-Cafés ein paar Antworten mit.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr
Do. 02.01.20 Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)

Antifa Soli Auktion

»Nur der ist froh, der geben mag.«
Johann Wolfgang von Goethe

»Wir alle haben die Pflicht Gutes zu tun.«
Franziskus

»Wenn du ‘n scheiß Millionär bist, musst du ‘s mit Ärmeren teilen.«
Haftbefehl

Auch dieses Jahr lockt zwischen Weihnachten und Silvester die antifaschistische Benefizversteigerung im Kafe Marat. Dabei wird allerlei Schönes und Schräges in Szene gesetzt und in Solikohle für antifaschistische Arbeit verwandelt. Wir haben wieder einige echte Schmuckstücke für euch aufgetrieben, freuen uns aber auch über eure vergessenen Schätze, die schon viel zu lang im Keller verstauben.

Im Anschluss wird getanzt. Dazu gibt’s Snacks, Solibar, Tombola undundund.

Am 27. Dezember im Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)

Gegen jeden Antisemitismus

Solidarität gegen rechten Terror.

Der rechtsterroristische Doppelmord von Halle schockiert uns alle. In der Tat kommt zum Ausdruck, was der Antisemitismus schon immer wollte: den Tod von Jüdinnen und Juden. In seinem Verschwörungswahn wähnte der Täter Jüdinnen und Juden hinter allem, was er hasst: Migration, Antifa, Feminismus. Er ist kein Einzeltäter, ideologisch war er eingebunden in den internationalen Rechtsterrorismus. Seine Tat ist keine neue Dimension, sondern steht in der Tradition des antisemitischen und rassistischen Terrors.

Wir trauern um die Opfer von Halle und alle Opfer von Antisemitismus und rechtem Terror. Unsere Trauer zu Widerstand. Schlagen wir gemeinsam und solidarisch den rechten und antisemitischen Terror zurück. Nazis entwaffnen! Antifa in die Offensive!

11.10.19 19 Uhr Gärtnerplatz

Solidarität mit Rojava

Erdoğan hat heute, am 9. Oktober offiziell den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien verkündet. Der Angriff auf Rojava hat begonnen. Gemeinsam mit islamistischen Milizen soll der Norden Syriens durch die türkische Armee kontrolliert werden. Was propagandistisch als „Sicherheitszone“ bezeichnet wird, bedeutet Tod und Vertreibung, es bedeutet die Zerschlagung der Errungenschaften der autonomen Selbstorganisation, der unabhängigen Frauenstrukturen. Für Kurd*innen, Ezîd*innen und die verschiedenen Minderheiten in der Region bedeutet diese „Sicherheitszone“ eine Katastrophe.
Kurz vor dem Angriff der türkischen Armee hat übrigens der IS massive Attacken in Raqqa gestartet.
Solidarisiert euch, unterstützt unsere Freund*innen und Genoss*innen!
Kommt heute um 18 Uhr zum Rotkreuzplatz

Antifa Kongress Bayern

Auch 2019 gibt es wieder einen Antifaschistischen Kongress Bayern. Was vor zehn Jahren als bayernweites Antifa-Jugendcamp begann, geht dieses Jahr vom 8. bis zum 10. November in München vonstatten.

Auch dieses Jahr gibt es bei Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Parties Gelegenheit zu Austausch, Debatte und Vernetzung von und für die antifaschistische Bewegung in Bayern und darüber hinaus.

Der Kongress wird im DGB-Haus (Schwanthalerstr. 64) und im Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102) stattfinden.

Alle wichtigen Infos, das Programm etc. gibt es auf antifakongress.blogsport.eu

It’s all about solidarity

Am 24.8.19 nach Dresden!
Der 1. September wird ein schöner Tag für die AfD. Denn da wird die rechte Partei mit großem Stimmgewinn, wahrscheinlich sogar als stärkste Kraft aus der sächsischen Landtagswahl gehen. Am 24. August werden die Straßen Dresdens allerdings nicht den Deutschlandfahnen und ihren Fans gehören. An dem Samstag werden tausende Leute das Bild prägen, denen etwas anderes vorschwebt als die Herrschaft des Bösen. Auch wir, als Teil der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“, werden dabei sein und uns aus Bayern auf den Weg machen. Und das nicht, weil wir in Besserwessi-Manier denen da drüben was von Demokratie erzählen möchten oder ein Westpaket voller guter Ratschläge auf die Reise schicken wollen. Ganz im Gegenteil.

Vom Upside-Down nach Mordor.

Bayern und Sachsen haben einiges gemeinsam. Damit meinen wir weniger die eigenartige Brauchtumspflege und den ulkigen Zungenschlag, als vielmehr gewisse sozialstrukturelle Ähnlichkeiten und politische Parallelen. Über die letzten Jahrzehnte regieren hier wie da Unionsparteien, nahezu seit der jeweiligen Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland. Rückschrittliche Gesellschaftsbilder treffen auf die Inszenierung als Innovationszentrum und Bildungsstandort. Law-And-Order-Vorstöße, fiesere Versammlungs- oder Polizeigesetze, neues Spielzeug für Polizei und Geheimdienste… vieles wird zuerst in Bayern und oder Sachsen ausprobiert, was später mal für ganz Deutschland gedacht ist. In der Regel geht das ohne großes Murren über die Bühne, die kritische Öffentlichkeit der restlichen Bundesländer verbucht das unter Folklore und jedes noch so appetitverderbende reaktionäre Mistgelaber gilt als irgendwie nicht ganz so ernst zu nehmen, weil diejenigen, die es in die Kameras rülpsen, komisch aussehen oder komisch reden. So werden rechte Messages verharmlost und ihre Urheber*innen gleich mit, denn die sind keine Comedians sondern Leute mit reeller politischer Macht. Leute, die tatsächlich in der Lage sind, Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Vieles, was in Sachsen passiert, kommt uns in Bayern ganz schön bekannt vor. Allerdings bleibt uns bei einer Menge Sachen, die dort los sind, dann doch auch die Spucke weg. Ganze Landstriche mit Neonazi-Gewaltmonopol, rechte Dauermobilmachung und einträchtiges Get-together von Bürgerinnen, Staatsdienern mit Deutschlandfischerhüten und 90er-Jahre-Klischeefaschos mit KZ-Abbildungen auf den Plauzen. Und während etwa in München zumindest gegen die ganz besonders wüsten Vorstöße der CSU durchaus mal Zehntausende auf die Straße gehen können, bleiben in Dresden die korrekten Leute häufig ganz schön allein, trotz cooler Aktionen, trotz allem Arschaufgereiße.
Diese Kämpfe zu supporten ist ganz einfach eine Frage der Solidarität. Und genau darum geht es. Wir haben keinen Bock auf die Wahl zwischen den herrschenden Verhältnissen und ihren widerlichen Alternativen, die da aus der Wahlkabine winken. Wenn wir dem Rechtsruck ordentlich Kontra geben wollen, dann müssen wir linke, antifaschistische und antirassistische Alltagskämpfe zusammenbringen. Dafür ist der 24. August eine wunderbare Gelegenheit. Es gibt also einen ganzen Haufen Gründe aus Bayern nach Sachsen zu fahren: Weil wir da mit vielen Leuten gemeinsam was reißen können, weil fünf Finger eine Faust sind, weil sich die sächsische Naziszene schon viel zu lang recht ungestört mit nordbayerischen Nazis connected, weil es der Anstand gebietet und nicht zuletzt: Einige unserer besten Freund*innen wohnen da.

Fahrt mit uns am 24. August nach Dresden!

Wir sehen uns im gemeinsamen Block mit Tribunal “NSU-Komplex Auflösen”, We’ll Come United und NIKA.
Aus verschiedenen Städten fahren Busse. Achtet auf Ankündigungen.

United Against Fascism

Die neuen FaschistInnen von AfD und co. wollen an die Macht: Die Landtagswahlen in Ostdeutschland sollen ihr Dammbruch werden. Aber wir wissen der Rechtsruck wird nicht in den Parlamenten gestoppt werden, sondern nur von unten gemeinsam, grenzenlos und solidarisch. Zusammen mit We’ll Come United und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ rufen wir deshalb zu einem gemeinsamen antirassistischen und antifaschistischen Block auf der bundesweiten Unteilbar-Demonstration am 24. August in Dresden auf.

Kommt zum Block von Solidarität verteidigen – United Against Racism & Fascism!

Solidarität verteidigen!

Wir haben eigentlich keine Zeit. Aber die Momente, in denen Solidarität gefragt ist, kann sich niemand aussuchen. Dies ist ein Aufruf zur Selbstverteidigung und zur Solidarität – in Sachsen und darüber hinaus. Um die Welt zu retten, müssen wir uns selber schützen. Auf Parteien, die in immer neuen Asylgesetzen staatlichen Rassismus organisieren und auf Institutionen, die Naziterror finanzieren, werden wir uns bestimmt nicht verlassen. So einfach ist das. Wenn die Rechten jetzt zeigen, zu was sie fähig sind, werden wir zeigen, dass wir zusammenhalten. Dass wir verstanden haben, was hier gerade passiert. Wir wissen, was es heißt, das eigene Leben und die eigene Existenz zu verteidigen – für viele von uns ist es nicht das erste Mal. Wir geben nicht auf. (weiterlesen)

Rechten Terror bekämpfen!

Antifaschistischen Widerstand aufbauen!

Aufruf zur Demonstration am 22. Juni in München:

Was viele von uns schon vermutet haben, hat sich diese Woche bestätigt. Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) kommt aus der Naziszene: Stephan Ernst. Er ist rechter Gewalttäter seit den 1990ern: er beging eine homofeindlich-rassistische Messerattacke 1992. Er verübte einen Bombenanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft 1993. Mit einem Nazi-Mob griff er 2009 eine 1. Mai-Demonstration von Gewerkschaften an. Ernst war in der NPD, spendete an die AfD, hatte Kontakte zu rechtsterroristischen Netzwerken wie Combat 18, hortete Waffen in seiner Wohnung. Er hat eine einschlägige rechte Organisierungs- und Gewaltbiografie. Weil Walter Lübcke humanitäre Grundwerte im Umgang mit Geflüchteten verteidigte, war er seit Jahren Ziel von massiver rechter Hetze und Morddrohungen. Am 2. Juni 2019 wurde Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einem Kopfschuss getötet – eine Hinrichtung ähnlich den Morden des NSU.

Es ist kein Jahr her, da waren wir alle unter dem Motto „Kein Schlussstrich“ auf der Straße. Unsere Forderung ist: Die Aufklärung über und der Kampf gegen rassistische, neonazistische und rechtsterroristische Strukturen darf nicht enden. Denn auch nach dem NSU ging der rechte und rassistische Terror weiter. Während einige wenige Nazis zu mehr oder weniger langen Strafen verurteilt wurden, wurden die Strukturen, die den NSU unterstützten und seine Morde ermöglichten, bis heute nicht angeklagt. Seit Jahren fliegen immer wieder rechte Gruppen auf, die Waffen und Munition sammeln und Todeslisten politischer Gegner_innen anlegen. Der Mord an Lübcke muss vor dem Hintergrund terroristischer Strategiedebatten nach dem NSU in der Naziszene verstanden werden. Während die tagtägliche Gewalt gegen Geflüchtete und migrantisch gelesene Menschen andauert, verschiebt sich der strategische Fokus auf das politische Establishment, das den vermeintlichen „Volkstod“ vorbereitet. Es geht nun verstärkt um die Jagd auf den politischen Feind, auf vermeintliche oder reale Unterstützer_innen von Geflüchteten, auf Antirassist_innen und Antifaschist_innen. (weiterlesen)

Demonstration: Samstag 22.6.19 – Stiglmaierplatz – 14 Uhr