Tag Archive for 'Ankündigungen'

Gegen jeden Antisemitismus

Solidarität gegen rechten Terror.

Der rechtsterroristische Doppelmord von Halle schockiert uns alle. In der Tat kommt zum Ausdruck, was der Antisemitismus schon immer wollte: den Tod von Jüdinnen und Juden. In seinem Verschwörungswahn wähnte der Täter Jüdinnen und Juden hinter allem, was er hasst: Migration, Antifa, Feminismus. Er ist kein Einzeltäter, ideologisch war er eingebunden in den internationalen Rechtsterrorismus. Seine Tat ist keine neue Dimension, sondern steht in der Tradition des antisemitischen und rassistischen Terrors.

Wir trauern um die Opfer von Halle und alle Opfer von Antisemitismus und rechtem Terror. Unsere Trauer zu Widerstand. Schlagen wir gemeinsam und solidarisch den rechten und antisemitischen Terror zurück. Nazis entwaffnen! Antifa in die Offensive!

11.10.19 19 Uhr Gärtnerplatz

Solidarität mit Rojava

Erdoğan hat heute, am 9. Oktober offiziell den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien verkündet. Der Angriff auf Rojava hat begonnen. Gemeinsam mit islamistischen Milizen soll der Norden Syriens durch die türkische Armee kontrolliert werden. Was propagandistisch als „Sicherheitszone“ bezeichnet wird, bedeutet Tod und Vertreibung, es bedeutet die Zerschlagung der Errungenschaften der autonomen Selbstorganisation, der unabhängigen Frauenstrukturen. Für Kurd*innen, Ezîd*innen und die verschiedenen Minderheiten in der Region bedeutet diese „Sicherheitszone“ eine Katastrophe.
Kurz vor dem Angriff der türkischen Armee hat übrigens der IS massive Attacken in Raqqa gestartet.
Solidarisiert euch, unterstützt unsere Freund*innen und Genoss*innen!
Kommt heute um 18 Uhr zum Rotkreuzplatz

Antifa Kongress Bayern

Auch 2019 gibt es wieder einen Antifaschistischen Kongress Bayern. Was vor zehn Jahren als bayernweites Antifa-Jugendcamp begann, geht dieses Jahr vom 8. bis zum 10. November in München vonstatten.

Auch dieses Jahr gibt es bei Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Parties Gelegenheit zu Austausch, Debatte und Vernetzung von und für die antifaschistische Bewegung in Bayern und darüber hinaus.

Der Kongress wird im DGB-Haus (Schwanthalerstr. 64) und im Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102) stattfinden.

Alle wichtigen Infos, das Programm etc. gibt es auf antifakongress.blogsport.eu

It’s all about solidarity

Am 24.8.19 nach Dresden!
Der 1. September wird ein schöner Tag für die AfD. Denn da wird die rechte Partei mit großem Stimmgewinn, wahrscheinlich sogar als stärkste Kraft aus der sächsischen Landtagswahl gehen. Am 24. August werden die Straßen Dresdens allerdings nicht den Deutschlandfahnen und ihren Fans gehören. An dem Samstag werden tausende Leute das Bild prägen, denen etwas anderes vorschwebt als die Herrschaft des Bösen. Auch wir, als Teil der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“, werden dabei sein und uns aus Bayern auf den Weg machen. Und das nicht, weil wir in Besserwessi-Manier denen da drüben was von Demokratie erzählen möchten oder ein Westpaket voller guter Ratschläge auf die Reise schicken wollen. Ganz im Gegenteil.

Vom Upside-Down nach Mordor.

Bayern und Sachsen haben einiges gemeinsam. Damit meinen wir weniger die eigenartige Brauchtumspflege und den ulkigen Zungenschlag, als vielmehr gewisse sozialstrukturelle Ähnlichkeiten und politische Parallelen. Über die letzten Jahrzehnte regieren hier wie da Unionsparteien, nahezu seit der jeweiligen Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland. Rückschrittliche Gesellschaftsbilder treffen auf die Inszenierung als Innovationszentrum und Bildungsstandort. Law-And-Order-Vorstöße, fiesere Versammlungs- oder Polizeigesetze, neues Spielzeug für Polizei und Geheimdienste… vieles wird zuerst in Bayern und oder Sachsen ausprobiert, was später mal für ganz Deutschland gedacht ist. In der Regel geht das ohne großes Murren über die Bühne, die kritische Öffentlichkeit der restlichen Bundesländer verbucht das unter Folklore und jedes noch so appetitverderbende reaktionäre Mistgelaber gilt als irgendwie nicht ganz so ernst zu nehmen, weil diejenigen, die es in die Kameras rülpsen, komisch aussehen oder komisch reden. So werden rechte Messages verharmlost und ihre Urheber*innen gleich mit, denn die sind keine Comedians sondern Leute mit reeller politischer Macht. Leute, die tatsächlich in der Lage sind, Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Vieles, was in Sachsen passiert, kommt uns in Bayern ganz schön bekannt vor. Allerdings bleibt uns bei einer Menge Sachen, die dort los sind, dann doch auch die Spucke weg. Ganze Landstriche mit Neonazi-Gewaltmonopol, rechte Dauermobilmachung und einträchtiges Get-together von Bürgerinnen, Staatsdienern mit Deutschlandfischerhüten und 90er-Jahre-Klischeefaschos mit KZ-Abbildungen auf den Plauzen. Und während etwa in München zumindest gegen die ganz besonders wüsten Vorstöße der CSU durchaus mal Zehntausende auf die Straße gehen können, bleiben in Dresden die korrekten Leute häufig ganz schön allein, trotz cooler Aktionen, trotz allem Arschaufgereiße.
Diese Kämpfe zu supporten ist ganz einfach eine Frage der Solidarität. Und genau darum geht es. Wir haben keinen Bock auf die Wahl zwischen den herrschenden Verhältnissen und ihren widerlichen Alternativen, die da aus der Wahlkabine winken. Wenn wir dem Rechtsruck ordentlich Kontra geben wollen, dann müssen wir linke, antifaschistische und antirassistische Alltagskämpfe zusammenbringen. Dafür ist der 24. August eine wunderbare Gelegenheit. Es gibt also einen ganzen Haufen Gründe aus Bayern nach Sachsen zu fahren: Weil wir da mit vielen Leuten gemeinsam was reißen können, weil fünf Finger eine Faust sind, weil sich die sächsische Naziszene schon viel zu lang recht ungestört mit nordbayerischen Nazis connected, weil es der Anstand gebietet und nicht zuletzt: Einige unserer besten Freund*innen wohnen da.

Fahrt mit uns am 24. August nach Dresden!

Wir sehen uns im gemeinsamen Block mit Tribunal “NSU-Komplex Auflösen”, We’ll Come United und NIKA.
Aus verschiedenen Städten fahren Busse. Achtet auf Ankündigungen.

United Against Fascism

Die neuen FaschistInnen von AfD und co. wollen an die Macht: Die Landtagswahlen in Ostdeutschland sollen ihr Dammbruch werden. Aber wir wissen der Rechtsruck wird nicht in den Parlamenten gestoppt werden, sondern nur von unten gemeinsam, grenzenlos und solidarisch. Zusammen mit We’ll Come United und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ rufen wir deshalb zu einem gemeinsamen antirassistischen und antifaschistischen Block auf der bundesweiten Unteilbar-Demonstration am 24. August in Dresden auf.

Kommt zum Block von Solidarität verteidigen – United Against Racism & Fascism!

Solidarität verteidigen!

Wir haben eigentlich keine Zeit. Aber die Momente, in denen Solidarität gefragt ist, kann sich niemand aussuchen. Dies ist ein Aufruf zur Selbstverteidigung und zur Solidarität – in Sachsen und darüber hinaus. Um die Welt zu retten, müssen wir uns selber schützen. Auf Parteien, die in immer neuen Asylgesetzen staatlichen Rassismus organisieren und auf Institutionen, die Naziterror finanzieren, werden wir uns bestimmt nicht verlassen. So einfach ist das. Wenn die Rechten jetzt zeigen, zu was sie fähig sind, werden wir zeigen, dass wir zusammenhalten. Dass wir verstanden haben, was hier gerade passiert. Wir wissen, was es heißt, das eigene Leben und die eigene Existenz zu verteidigen – für viele von uns ist es nicht das erste Mal. Wir geben nicht auf. (weiterlesen)

Rechten Terror bekämpfen!

Antifaschistischen Widerstand aufbauen!

Aufruf zur Demonstration am 22. Juni in München:

Was viele von uns schon vermutet haben, hat sich diese Woche bestätigt. Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) kommt aus der Naziszene: Stephan Ernst. Er ist rechter Gewalttäter seit den 1990ern: er beging eine homofeindlich-rassistische Messerattacke 1992. Er verübte einen Bombenanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft 1993. Mit einem Nazi-Mob griff er 2009 eine 1. Mai-Demonstration von Gewerkschaften an. Ernst war in der NPD, spendete an die AfD, hatte Kontakte zu rechtsterroristischen Netzwerken wie Combat 18, hortete Waffen in seiner Wohnung. Er hat eine einschlägige rechte Organisierungs- und Gewaltbiografie. Weil Walter Lübcke humanitäre Grundwerte im Umgang mit Geflüchteten verteidigte, war er seit Jahren Ziel von massiver rechter Hetze und Morddrohungen. Am 2. Juni 2019 wurde Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einem Kopfschuss getötet – eine Hinrichtung ähnlich den Morden des NSU.

Es ist kein Jahr her, da waren wir alle unter dem Motto „Kein Schlussstrich“ auf der Straße. Unsere Forderung ist: Die Aufklärung über und der Kampf gegen rassistische, neonazistische und rechtsterroristische Strukturen darf nicht enden. Denn auch nach dem NSU ging der rechte und rassistische Terror weiter. Während einige wenige Nazis zu mehr oder weniger langen Strafen verurteilt wurden, wurden die Strukturen, die den NSU unterstützten und seine Morde ermöglichten, bis heute nicht angeklagt. Seit Jahren fliegen immer wieder rechte Gruppen auf, die Waffen und Munition sammeln und Todeslisten politischer Gegner_innen anlegen. Der Mord an Lübcke muss vor dem Hintergrund terroristischer Strategiedebatten nach dem NSU in der Naziszene verstanden werden. Während die tagtägliche Gewalt gegen Geflüchtete und migrantisch gelesene Menschen andauert, verschiebt sich der strategische Fokus auf das politische Establishment, das den vermeintlichen „Volkstod“ vorbereitet. Es geht nun verstärkt um die Jagd auf den politischen Feind, auf vermeintliche oder reale Unterstützer_innen von Geflüchteten, auf Antirassist_innen und Antifaschist_innen. (weiterlesen)

Demonstration: Samstag 22.6.19 – Stiglmaierplatz – 14 Uhr

Veranstaltung zu deutschen Massakern und Kriegsverbrechen

Am 4. Juni sprechen Dr. Efsthatios Chaitidis, Dr. Aristomenis Syngelakis und Pandora Ndoni im DGB-Haus zu den Kriegsverbrechen der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division in Griechenland und den Massakern der 1. Gebirgsdivision in Albanien und im Epirus.

Efstathios Chaitidis verlor seine Mutter und seine vier Geschwister in der „Säuberungsaktion“ der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division in Pýrgoi. Er selbst und sein Vater retteten sich in die umliegenden Berge, wo sie sich tagelang versteckt hielten. Als sein Vater wenige Jahre nach Kriegsende vom griechischen Staat als vermeintlich Linker zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, blieb er als Vollwaise zurück.
Dem Stigma als „Kind eines Linken“ ausgeliefert, blieben ihm in Griechenland der 50er Jahre kaum Möglichkeiten, sein Leben frei zu gestalten. Höhere Bildung und Arbeitsmöglichkeiten wurden ihm
verwehrt, sodass er schließlich auswanderte. Nach Deutschland.

Genauso erfreut sind wir, dass Pandora Ndoni, die mit sieben Jahren das Massaker der Gebirgsjäger in ihrem Heimatdorf Borovë/Albanien überlebt hat, unsere Einladung nach Deutschland angenommen hat.

Pandora Ndoni, überlebte mit sieben Jahren das Massaker der Gebirgsjäger in ihrem Heimatdorf Borovë/Albanien. Am 6. Juli 1943 zerstörten Angehörige der 1. Gebirgs-Division auf ihrem Weg nach Nordgriechenland das Dorf Borovë im Süden Albaniens vollständig und töteten 107
Menschen.

Der dritte Gast, Aristomenis Syngelakis aus dem Märtyrerort Viannos auf Kreta, kämpft seit vielen Jahren zusammen mit seinen Mitstreitern aus dem “Nationalrat”, aus den griechischen Partisanenverbänden und aus dem Märtyrerorten für eine gerechte Lösung in der Entschädigungsfrage. Der “Nationalrat für die Entschädigungsforderungen Griechenlands gegenüber Deutschland” ist ein Zusammenschluss von griechischen Widerstandsverbänden und Opfergemeinden.

4. Juni, DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64
Beginn: 19 Uhr

Die Veranstaltung ist Teil der Liberation-Tour 2019 – Von Mittenwald nach Distomo!

Antifa-Café

Prekäre Arbeitswelten – Von digitalen Tagelöhnern bis zur Generation Praktikum
mit Stefan Dietl

Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs, Befristungen – fast 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten inzwischen in diesen oder anderen prekären Arbeitsverhältnissen. Für die Betroffenen heißt das häufig niedrige Löhne, geringe soziale Absicherung und ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Seit die Agenda 2010 die Grundlage für den anhaltenden Boom prekärer Beschäftigung legte, stieg jedoch nicht nur die Zahl der betroffenen Arbeiter*innen kontinuierlich an, es entstanden auch immer neue Formen der Prekarität. Gerade durch die technischen Neuerungen der Internetökonomie ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten des Lohndumpings und der Umgehung gesetzlicher und tariflicher Rahmenbedingungen.

In seinem Vortrag widmet sich Stefan Dietl daher insbesondere den prekären Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter wie dem »crowdworking« oder der »Gig-Work«. Er nimmt jedoch auch andere, bisher wenig beachtete atypische Beschäftigungsverhältnisse, wie der Arbeit auf Abruf, oder der Ausbeutung von Wanderarbeiter*innen unter die Lupe und gibt einen Einblick in die aktuellsten Entwicklungen der bereits seit Längerem in Deutschland etablierten Formen prekärer Arbeit wie der Leiharbeit, Minijobs, Befristungen oder Praktika.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr
6. Juni, Kafe Marat, Thalkirchnerstraße 102

Gegen den 1000-Kreuze-Marsch in München

Am 11. Mai wollen in München antifeministische Fundis gegen ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen auf die Straße gehen. Dagegen wird es Proteste geben:
Treffpunkt für die feministische Demo am 10. Mai. ist 19:30 Uhr am Karl-Stützl-Platz.

Am Samstag. den 11.5. geht es ab 13 Uhr vor der Frauenkirche los. Damit ihr wisst, wo es danach hingehen könnte, gibt es eine Aktionskarte. Ihr bekommt sie in gedruckter Form bei allen drei am Samstag angemeldeten Kundgebungen:

- Kundgebung Pro Choice München 13:00-14:30 an der Frauenkirche
- Kundgebung Frauen*streik 14:30 Haus der Kunst
- Kundgebung NIKA-Bayern 14:30-19:00 Luitpoldbrücke

Die Karte als PDF zum Download.
Den EA erreicht ihn unter der 089 448 9638.

Eure Bezugsgruppe hat ein Smartphone? Dann könnt Ihr Euch via Twitter unter dem Hashtag #muc1105 aktuelle Informationen einholen und teilen. Der „offizielle“ Account ist: @asa_muenchen.
Alle Infos: prochoicemuc.noblogs.org

Beyond Borders – Beyond Capitalism – Beyond Europe

NIKA-Block auf der “Europa Für Alle”-Demo in München

Die Europawahlen stehen an und dass die Fans von Vaterland, Faschismus und Ertrinkenlassen einen weiteren Sieg einfahren werden, ist quasi ausgemachte Sache. In der EU läuft es gerade ohnehin nicht so glatt. Großbritannien versucht sich der Freizügigkeit der EU-Arbeitskräfte zu entledigen, während sich Waren und Kapital weiterhin frei im EU-Binnenmark bewegen sollen und die Salvinihofers Nation und Heimatkitsch in Stellung bringen gegen „EUdSSR“ und Globalisierung. Am 19.5. soll unter dem Motto „Ein Europa für alle“ in vielen europäischen Städten gegen Nationalismus und Rassismus demonstriert werden, auch in München. Das finden wir erstmal gut, denn diejenigen, die sich dafür auf die Schultern klopfen, dass sie sich “von Kinderaugen nicht erpressen lassen“, haben wir eh schon lange auf dem Kieker. Wenn der nationalistischen Internationalen allerdings ein Patriotismus des liberalen Europa entgegengehalten wird, machen wir nicht mit und das nicht nur weil dieses Europa ein relativ exklusiver Club mit mörderischen Außengrenzen ist. (weiterlesen)