Do. 17.05. Talkin `bout a revolution N°4

Wo die Liebe zu den Gesetzen im Staate ruht – Über den Zusammenhang von Weiblichkeit und Nation
Karina Korecky

Die linke Kritik an Staat und Nation glaubt oft ohne jene des Geschlechts auszukommen. Das Geschlechterverhältnis spielt keine Rolle für die Kritik am Nationalstaat selbst, sondern wird höchstens in Form eines additiven Absatzes in programmatischen Stellungnahmen aufgerufen, der ebenso gut auch weggelassen werden kann. Auf der Seite der feministischen Theorie verhält es sich nicht viel anders: wo der Staat überhaupt zum Thema wird, sind Weiblichkeit und Nation »Diskurse« oder »Strukturkategorien«, die qua analytischer Trennung nur noch äußerlich aufeinander bezogen werden können. Ihr Verhältnis wird als Kreuzungspunkt zweier Achsen, Kurven oder Wege, intersection, vorgestellt.

Demgegenüber schlage ich vor, die bürgerliche Gesellschaft als widersprüchliches Ganzes zu betrachten. Die Entstehung der Geschlechtscharaktere und jene der Nation gingen Hand in Hand, so viel ist offensichtlich. Bei Rousseau et al sind es die Frauen, in deren Händen »die Liebe zu den Gesetzen im Staate« ruht. Die Gesellschaft der Freien und Gleichen brachte und bringt in ihrem Werdegang ihr Widersprechendes hervor: die Frauen als Differente, die Nationen als bestimmte. Sie sind nicht einmal in die Welt gekommen, sondern müssen sich permanent neu reproduzieren. Ihre Entstehung setzt sich in der Dialektik der Aufklärung fort – Grund genug, den Blick auf die Anfänge bürgerlicher Gesellschaft zu richten. Daran wird sich zeigen, dass die Kritik der Nation feministisch sein sollte und umgekehrt jene von Geschlecht und Liebe nicht ohne Bezugnahme auf den gesellschaftlichen Zusammenhang, der sie hervorbringt, auskommt.

Karina Korecky studierte Soziologie und Politikwissenschaft in Wien und Hamburg und promoviert an der Universität Freiburg zu Psychiatrie & Subjektivität. Sie hält Vorträge und publiziert zu verschiedenen Aspekten feministischer Theorie. U.a. „Ob Natur oder keine. Zu Judith Butler“, in: Outside The Box #5, 2015.

Offen 20 Uhr / Beginn 21 Uhr

Österreich überleben

Antirassistische und migrantische Kämpfe gegen türkisblaue Zustände
Seit Dezember 2017 hat Österreich mit türkis-blau eine Regierung, deren Mitglieder zu einem großen Teil in deutschnationalen Burschenschaften, Naziorganisationen und anderen erzreaktionären Gruppierungen politisch sozialisiert sind. Für diese Regierung ist rassistische Politik gegen Geflüchtete ebenso Programm wie neoliberale Umverteilung von unten nach oben und autoritärer Staatsumbau.

Widerstand dagegen findet statt – durch Antifa-Gruppen, aber auch in Form von Arbeitskämpfen im Bildungs- uns Sozialbereich, feministischer Organisierung und praktischen Initiativen gegen Abschiebungen. Aktivistist*innen mit eigener Migrations- und Fluchtgeschichte sind als Protagonist*innen in vielen Kämpfen präsent.

Referent: Hans-Georg Eberl ist aktiv in der Wiener Vernetzung gegen Abschiebungen und unterstützt u.a. Proteste von Geflüchteten aus Afghanistan und anderen Ländern, die sich gegen Abschiebungen wehren.

30. Mai, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
20:30 Uhr (pünktlich)

veranstaltet von antifa nt, gruppe 11, karawane münchen

Mi. 16.05. The Ultimate Screamo Band + Sur L‘eau

The Ultimate Screamo Band (Screamo, Montreal)
The so-called Ultimate screamo Band is actually not a band. It is fundamentally a one-person recording project. The idea behind this name is not the claim this project is « the best » or « the ultimate one » but rather that this project is a sort of exercise in style heavily influenced by a few bands of the past that some of us call « screamo » or « emoviolence ».

sur l‘eau (Screamo, München)
sur l‘eau is just a lowlife screamo/emoviolence band from munich.

Veganes Essen und Getränke geboten.

Einlass: 20:00
Start: 21:00

OLGA sucht einen neuen Platz! Wer hat Ideen?

Wie einige von euch aus der Presse oder direkt von uns mitbekommen haben, stehen wir kurz vor dem Ende unseres Mietvertrags mit der Stadt München. Ende August müssen wir unseren Platz in der Boschetsriederstrasse verlassen und einem Schulbau weichen.

Seit Anfang des Jahres sind wir in Zusammenarbeit mit Vertreter_innen der Stadtpolitik und den Referaten, auf der Suche nach einem neuen Platz. Leider wurde bisher noch kein passendes Grundstück gefunden, dass im Besitz der Stadt ist und für uns in Frage kommt.

Wir sind auf eine relativ zentrale, und/oder gut öffentlich und per Rad erreichbare Fläche angewiesen, damit weiterhin unsere kulturellen Veranstaltungen (Konzerte, Vorträge, Lesungen, Aufführungen etc.) für Euch erreichbar sind und besucht werden können. Leider stehen immer weniger solcher zentral gelegenen Flächen zur Verfügung. Wir wissen natürlich, dass wir mit der Forderung nach einem Platz in München nicht alleine sind. Wir erleben alle in den letzten Jahren immer wieder mit, wie unkommerzielle, emanzipatorische und partizipative Projekte an den Rand gedrängt werden oder ganz verschwinden.

Aber wir finden, dass genau diese Projekte und Veranstaltungsorte für die Großstadt München sehr wichtig sind. Sie setzen einen Kontrapunkt zum allgegenwärtigen Lifestyle. Stattpark Olga ist ein lebendiges Kulturprojekt, ein kreativer Freiraum und Nachbarschafts-Treffpunkt. Wir praktizieren ökologisches und soziales Mehrgenerationen-Wohnen. Und jenseits von monetärem Interesse investieren wir viel Zeit und Engagement, um die Stadtgesellschaft in diesem Sinne zu bereichern.

Falls ihr also eine freie Fläche in eurer Gegend kennt, der für uns als neuer Platz für unser Projekt in Frage käme, dann sagt Bescheid!

Falls ihr Freunde und Bekannte trefft oder Leute aus der Politik kennt, denen ihr von uns vorschwärmen wollt, dann gerne und laut :-)
Wir brauchen Unterstützung auf allen Ebenen!

Daumen drücken ? Unbedingt !

Wie es mit uns weiter geht: Wir werden euch auf dem Laufenden halten!
Ihr hört von uns!

Eure OLGA

17.05. p u n k r o ck s a u s e

17.05. Punk und rock und sause todeskommando atomsturm plus wunst

Todeskommando Atomsturm sympatischer (Hyänen-Punk) Formvollendeter angepisster Rotzgesang, Texte für Studenten, Mucke für die Strassenkids. Nach 2 Jahren endlich wieder auf Olga. Mittelfinger statt Zeigefinger, Herz und Hirn vor Klischee

Mit dabei wunst einfach wunst

Welcome to paradise

Über Bayern, die Polizei und ihr neues Aufgabengesetz

»Bayern ist die Vorstufe zum Paradies«
(Horst Seehofer, guter Christ)

Als die bayerische Staatsregierung Anfang 2018 verkündete, der Polizei per Gesetzesinitiative die umfangreichsten Befugnisse seit 1945 geben zu wollen, sollte eigentlich niemand verwundert gewesen sein. Solch repressiver Tenor passt einfach zu gut in diese Zeit der forcierten sozialen Zuspitzung und des generellen Rechtsrucks. In einem Bundesland, das sich mit seiner rigiden Abschiebepolitik und Sonderlagern für Geflüchtete angeberhaft brüstet, in dem ein angehender Ministerpräsident allen Ernstes von berittenen Einheiten als der „bayerischen Kavallerie“ reden kann, ohne öffentlich ausgelacht zu werden, und in dem gewalttätig-repressives Vorgehen gegen Demonstrant_innen als folkloristische Eigenart kleingeredet werden kann, weht der Wind seit Langem nicht in liberale Richtungen. Bereits im letzten Jahr wurden mit der Einführung des hochgradig dubiosen Konzepts der „drohenden Gefahr“ polizeiliche Befugnisse erheblich ausgeweitet, prominentestes Beispiel hierfür dürfte die präventive, faktische Unendlichkeitshaft ohne Richterurteil sein. So beschissen es bereits sein mag, mit den geplanten Änderungen des Polizeiaufgabengesetzes (PAG) sollen die polizeistaatlichen Gelüste der CSU und ihrer Fans in noch viel stärkerem Maße befriedigt werden. So beinhaltet das geplante PAG allerlei features für die autoritäre Persönlichkeit von heute, wie etwa die Verwischung der Grenzen zwischen Polizei und Geheimdiensten durch nachrichtendienstliche Befugnisse der Polizei, die Möglichkeit Staatsstrojaner einzusetzen, um Daten nicht nur zu speichern sondern auch zu verändern, flächendeckende Videoüberwachung, einen drastischen Abbau des Schutzes von Berufsgeheimnisträger_innen, wie Ärzt_innen, Anwält_innen oder Journalist_innen. Und warum sollte Kommissar Leberkäse, bei all der Bedrohung im Einsatz, eigentlich keine Handgranaten haben dürfen?
Wir wollen uns hier gar nicht en detail an allen im Gesetz enthaltenen Schweinereien abarbeiten, sondern den breiteren gesellschaftlichen Kontext, in dem es steht, in die Kritik einbeziehen. Für uns stehen die Veränderungen des PAGs symptomatisch für eine stetig wirkmächtiger werdende autoritäre Tendenz in dieser Gesellschaft, die sich nach einem starken, durchgreifendem Staat sehnt, die die Vokabel der Sicherheit niemals als soziale Sicherung der Bevölkerung begreift und die in immer stärker werdendem Maße nicht-regelkonformes Verhalten sanktioniert haben möchte.

Die Behörde als weinerlicher Halbgott.

Das neue PAG ist ein weiterer Schritt in einer Entwicklung, in der die Polizei als eine quasi absolute Instanz installiert werden soll. Sie soll jeglicher Kritik entzogen werden, frei nach dem Motto: Alles was die Polizei macht ist richtig, bzw. weil es die Polizei macht muss es richtig sein. (weiterlesen)

Grrzzz und Deadwood am 10.05.18

Am Donnerstag nach der Demonstartion gegen das geplante Polizeiaufgabengesetz noch nix vor?

Dann haben wir da was für euch.

Grrzz industrial punk und DeadWood swamp trash beides aus Frankreich und beide sehr gut wäre schade wenn ihr das verpasst.

mehr infos und reinhören unter

GRRZZZ
DEADWOOD

Mi. 10.5. Weltraumparty

Das Mittwochskafe lädt ein zu einer intergalaktischen Reise in eine Zukunft,
in der alle Kreaturen von ihren materiellen und geistigen Nöten befreit sind.
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Das Raum-Zeit-Kontinuum des Kafe Marats ist nicht mehr.
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An seine Stelle trat eine sich strahlenförmig ausbreitende Sphäre, welche bevölkert ist von mannigfaltigen, außerweltlichen Kreaturen. Internationale Kosmolog_innen konnten vielfältige Wesen ausmachen: Weltraumesel, Kosmonaut_innen, Roswellaliens, Roboter, Androiden, Hyperbolide Spinnen und noch mehr.

Besatzung im Holodeck:

Commander Gregor Giesing
und Int.Estrella

Visuelles:

structure

Im Labor forschen:

El Presidente und Schwurbulak 3.00

Bereits früh am Abend breiten Astrophysicists Anonymous auf die Suche nach Leben außerhalb des irdischen Kapitalismus vor.

Wir bitten um Beachtung des strikten Zeitablaufs:
20:00 Boarding
21:00 Die intergalaktische Reise startet
21:12 Zweite Stufe: der Booster wird gezündet
22:24 Abkopplung des telemetrischen Akkregators
22:25 Akkustische Turbulenzen, dritte Ordnung
23:00 Experimentierphase Gamma
23:59 Komentenalarm!!!!!

Auf ein adäquates Outfit ist zu achten also seid kreativ und überlegt euch was ausgefallenes

Fr. 11.05. Arterials, Hell & Back, Shizune, Lypurá + Paokarpa

Gemeinsam mit dem Kafe Kult präsentieren wir:

Arterials (Punkrock, Hamburg)
Punkrock aus Hamburg. Mit Leuten von Just Went Black und Tackleberry.

Hell & Back (Punkrock, Stuttgart)
Melodischer Punkrock aus Stuttgart.

Shizune (Posthardcore, Italien)
Screamo/Postharcore aus Lonigo, Italien.

Lypurá (Screamo, Karlsruhe)
Screamo aus Karlsruhe.

Aftershow:
Paokarpa aus Bogotá (80’s, Wave, Postpunk)

+ vegan food

Offen ab 20 Uhr

TALKIN `BOUT A REVOLUTION N°5

[ 17. Mai 2018; 20:00 bis 23:00. ] Vortrag und Diskussion mit Karina Korecky: Wo die Liebe zu den Gesetzen im Staate ruht - Über den Zusammenhang von Weiblichkeit und Nation 17. Juni, Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102) Die linke Kritik an Staat und Nation glaubt oft ohne jene des Geschlechts auszukommen. Das Geschlechterverhältnis spielt keine Rolle für die Kritik am Nationalstaat selbst, sondern wird höchstens [...]