Kein Schlussstrich

Voraussichtlich im Herbst 2017 wird der NSU-Prozess in München zu Ende gehen. Am Tag der Urteilsverkündung wollen wir mit euch auf die Straße gehen. Denn für uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte.

Alle Informationen zu Aktionen und der Demonstration am Tag der Urteilsverkündung findet ihr auf nsuprozess.net

Aufruf des Bündnis gegen Naziterror und Rassismus:

4 Jahre NSU-Prozess – Kein Schlussstrich

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Herbst 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen. (weiterlesen)

Mobivideo: Kein Schlussstrich

Do. 27.07. talkin ’bout a revolution N°4

Vortrag und Diskussion mit Thorsten Mense:
Einführung in die Kritik des Nationalismus

Rechtspopulistische Parteien feiern enorme Wahlerfolge, die Mehrheit der Bevölkerung Großbritanniens will die EU verlassen, Katalonien will endlich auch als Nation anerkannt werden und überall in Europa werden wieder Grenzzäune und Mauern gebaut. Der Nationalismus ist zurück, heißt es allerorts. Aber war er je weg? Was ist Nationalismus überhaupt? Und was bringt die Menschen im globalisierten 21. Jahrhundert dazu, weiterhin für ihre Nation zu arbeiten, zu sterben und vor allem: für sie zu töten?

In der Linken herrscht bis heute große Uneinigkeit bezüglich Nation und Nationalismus. Während im deutschsprachigen Raum «nationalistisch» mit rechtem Denken verbunden wird, gilt der Begriff in anderen Teilen der Welt als antiimperialistische Strategie emanzipatorischer Kämpfe. Aber im Nationalismus steckte von Beginn an beides: Der Wunsch nach Emanzipation ebenso wie Gewalt und Ausgrenzung. Nationalismus führte sowohl zur Befreiung als auch zu Massenmord, zur kollektiven Einforderung gleicher Rechte als auch zur Verweigerung derselben Rechte gegenüber Anderen. Eine Kritik muss jene Ambivalenz und Widersprüchlichkeit umfassen können.

In seinem Buch Kritik des Nationalismus setzt Thorsten Mense Nationalismus als Ideologie in Zusammenhang mit Demokratie, Herrschaft und der kapitalistischen Moderne und entwirft das Bild einer Kritischen Theorie der Nation. Darüber hinaus liefert er einen historischen Überblick revolutionärer nationalistischer Bewegungen und zeichnet die Debatten in der Linken zu Nation und Nationalismus nach. Anhand der Geschichte des linken Nationalismus wird eine Kritik des Phänomens entwickelt, die all seinen Erscheinungsformen gerecht werden soll. Das Buch zeigt die Grenzen nationaler Befreiung auf und fragt nach den Möglichkeiten antinationaler Kritik.

Beginn: 21 Uhr

Braindrain im Eine-Welt-Haus

Gestern haben die Stadträte Marian Offman (CSU) und Dominik Krause (Grüne) ihren Rücktritt aus dem Beirat des Eine-Welt-Hauses bekannt gegeben. Außerdem erklärte die Unterstützergruppe für Geflüchtete, die Karawane München, ihre Mitgliedschaft bei der kulturalistischen Begegnungsstätte für beendet. Ausgelöst hatte die Rücktritte unter anderem die Entscheidung der Mitgliederversammlung des Hauses, am antizionistischen Verein „Salam Shalom“ festzuhalten. (Artikel wird noch überarbeitet)

Es wird enger: Eingang zum Eine-Welt-Haus, Foto (CC BY-SA 3.0, Mummelgrummel)

Gegenüber der AZ sagte Krause heute, er könne die „Toleranz gegenüber Mitgliedern, die sich wiederholt antisemitisch geäußert haben, nicht mittragen“. Aus Reihen des Vereins und von eingeladenen Referenten habe es immer wieder klar antisemitische Aussagen gegeben. „Das darf aus meiner Sicht nicht sein“, begründet Krause seinen Rückzug. Der Grüne Stadtrat hatte „Salam Shalom“ auch in der Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert: „Salam Shalom hat in städtischen Räumen nichts zu suchen – die wären in der NPD-Zentrale besser aufgehoben.“ Jetzt hat Krause sein Amt im Beirat niedergelegt.

Offman setzt ebenfalls Zeichen
Ebenfalls hat Marian Offman (CSU) seinem Beiratssitz im Eine-Welt-Haus gestern den Rücken gekehrt. Der Antisemitismus im Hause sei unerträglich, sagt er. Offman hatte immer wieder den Antisemitismus im Hause angesprochen. Offenbar ist auch er es langsam leid. Das Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern hatte kürzlich mit Stadträten von CSU und SPD einen Antrag im Stadtrat eingebracht, der Solidarität mit Israel einfordert und die städtische Förderung von BDS-Gruppen verunmöglichen möchte. Letzteres träfe auch das Eine-Welt-Haus. Es beherbergt mehrere Gruppen, die die Israelboykott-Kampagne (BDS) unterstützen oder ihr nahestehen. Der Antrag müsste bis spätestens Januar 2018 bearbeitet werden.

Druck auf Eine-Welt-Haus wächst
Ausgelöst hatte den jetzigen Eklat im Eine-Welt-Haus eine auf Drängen der Stadt abgesagte Veranstaltung von „Salam Shalom“ mit Abi Melzer und ein offener Brief von linken Jugendorganisationen gegen „Salam Shalom“. Darin hieß es: „Wir fordern daher Einrichtungen wie zum Beispiel das Eine-Welt-Haus dazu auf, gemeinsam mit uns ein klares Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus zu setzen. Unsere Losung muss bleiben, dass Antisemitismus nie wieder Platz in unserer Stadt finden darf!“ Der Beitrat des Hauses hatte nach mehreren Verhandlungsrunden den Vorstand aufgefordert, „Salam Shalom“ rauszuwerfen, wenn der antizionistische Verein gewisse Bedingungen nicht erfülle. In der letzten Mitgliederversammlung stärkten die Mitglieder aber „Salam Shalom“ mit einer deutlichen Mehrheit den Rücken.

Karawane München veröffentlich heute Stellungnahme
Das dürfte auch für die Unterstützerorganisation Karawane München das Fass zum überlaufen gebracht haben. Sie war bisher Mitglied des Hauses und seit zehn Jahren Nutzerin der Räumlichkeiten. In einer heute veröffentlichten Stellungnahme begründet die Organisation ihren Austritt. Sobald diese online ist, erscheint an dieser Stelle mehr dazu. Die Karawane München hat antizionistischen Antisemitismus nicht erst seit heute auf dem Schirm. Sie kritisierte schon 2014 die Bundesebene der Karawane, als diese über eine angebliche „rassistische und kolonialistische Denkart des zionistischen Projekts“ schwadronierte.

Das Eine-Welt-Haus hat nun zum wiederholten Male klargemacht, dass einer weit überwiegenden Mehrheit dort antiisraelische Agitation ein höheres Gut ist, als der Erhalt des Hauses als Anlaufstelle für Menschen aus anderen Ländern. Es wäre an der Zeit, das Haus zu schließen – und zeitgleich ein neues, besseres und aufgeklärteres Zentrum zu eröffnen, ohne diese ideologisch versaubeutelten Gestalten.

, , ,

NSUPROZESS.NET

Alle Informationen zu Demo und Aktionen zum Tag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess findet ihr auf: nsuprozess.net

VIDEO

Erklärung der Karawane München zum Austritt aus dem Trägerkreis Eine-Welt-Haus

Nach über zehnjähriger Mitgliedschaft und wöchentlichen Treffen im Eine-Welt-Haus München beenden wir unsere Mitgliedschaft im Trägerkreis Eine-Welt-Haus.

Grund hierfür ist ganz konkret der Beschluss der Mitgliederversammlung am 01. Juni  2017, die Gruppe „Salam Shalom“ weiterhin als Fördermitglied des Eine-Welt-Hauses zu akzeptieren und ihr Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Die Chance, durch den Ausschluss von „Salam Shalom“ ein klares Zeichen gegen antisemitische Tendenzen im Eine-Welt-Haus zu setzen wurde damit verpasst. Ganz allgemein verurteilen wir die fehlende Entschlossenheit einiger Mitgliedsgruppen im Umgang mit den Antisemitismusvorwürfen gegen das Eine-Welt-Haus. Diese Haltung wollen wir weder akzeptieren noch als Mitglied des Eine-Welt-Hauses mittragen. Da wir auf der Mitgliederversammlung nicht das Gefühlt hatten, dass ein vernünftiger und respektvoller Dialog mit den Gruppen rund um „Salam Shalom“ möglich sei, haben wir uns entschlossen das Eine-Welt-Haus zu verlassen.

Nichtsdestotrotz wollen wir klar betonen, dass wir das Eine-Welt-Haus München für eine wichtige Institution halten: Ein Raum für alternative Politik und Kultur, und vor allem auch ein Ort des Austauschs, der Vernetzung und des Aktivismus – insbesondere auch für migrantische Organisationen und Gruppen. Ein solches Projekt ist – in einer an Freiräumen so armen Stadt wie München – unschätzbar wertvoll und muss gegen Angriffe von der Stadt und konservativen Politiker*innen verteidigt werden.  

Das Eine-Welt-Haus war lange Jahre unsere politische Heimat und die Weltwirtschaft für viele von uns ein zweites Zuhause – dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Wir hoffen, dass die Mitglieder des Trägerkreises einen anderen Weg einschlagen werden. Es wäre dem Haus und der Stadt München zu wünschen.

Informationen über unser neues „Zuhause“ sowie über Ort und Zeit unserer künftigen Treffen folgen in Kürze.

Info-Veranstaltung zu der Besetzung im Hambacher Forst (Do, 27.7.)

Vor zwei Wochen hat uns diese mail erreicht:

Hallo ihr!
Im Hambacher Wald in der Nähe von Köln laufen alle Vorbereitungen für die nächste, entscheidende Rodungssaison.
Die letzten Teile des Waldes mitsamt der besetzten Gebiete sollen diesen Winter gerodet werden. Ohne eine große Mobilisierung und viele Menschen, die den Wald aktiv verteidigen wird die einzige Waldbesetzung im deutschsprachigen Raum von Bullen und Baggern bald zerstört werden.
Soli Grüße aus der Krone einer Eiche

Deswegen gibt es bei uns diesen Donnerstag am 27.07 ab 20uhr eine Mobilisationsveranstaltung mit einer Einführung in den Kontext,
Strategieaustausch, Aktionskonzepten, usw…
Auch im Angebot ein aktiver Kletterteil, zu dem ihr euch anmelden könnt.

Ansonsten alles wie immer.
Wir freun uns auf euch. OLGA

Informationsabend über die Knebelgesetze in Spanien am 28.7. ab 19 Uhr in der Ligsalz8

Am 28.7. lädt die Gruppe Marea Granate Munich ab 19 Uhr zu einem Informationsabend über die Knebelgesetze in Spanien bei uns im Laden ein. Zudem wird der Dokumentarfilm „Geknebelt“ von Franco Lorenzano (Spanisch mit deutschen Untertiteln) gezeigt.

Mehr Infos dazu findet ihr unten (natürlich auch auf spanisch) bzw. auch der Facebookseite von Marea Granate.

 

München gegen die Knebelgesetze

Am 1. Juli 2015 traten in Spanien die Knebelgesetze in Kraft, durch die demokratische Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit und Versammlungsfreiheit eingeschränkt wurden, und die Polizei mehr Macht erhielt.

Wir wollen an diesem zweiten Jahrestag nicht schweigen und treten in Aktion um die Verletzung unserer Rechte und unserer Freiheit durch diese Gesetze anzuprangern.

Wir verurteilen ihre Anwendung und Konsequenzen.

Aber was genau sind die Knebelgesetze? Wir laden euch zu einem Informationsabend ein, an dem wir den Dokumentarfilm „Geknebelt“ von Franco Lorenzano (Spanisch mit deutschen Untertiteln) zeigen und euch zuvor in den gesellschaftspolitischen Kontext einführen werden, in dem die Knebelgesetze entstanden.

Wir freuen uns auf euch!

 

El 1 de julio de 2015 entraron en vigor las Leyes Mordaza en el Estado español y desde entonces se han visto vulnerados derechos democráticos básicos como la libertad de expresión, el derecho a informar o el de reunión pacífica, resultando en un mayor poder para la policía.

Para este segundo aniversario no queríamos quedarnos calladas, así que pasamos a la acción para denunciar las violaciones de nuestros derechos y libertades a manos de estas leyes.

Pero, ¿qué son las Leyes Mordaza? Te invitamos a participar en estas jornadas en donde denunciaremos su aplicación y consecuencias a través de la proyección del documental „Bajo las mordazas“ (producido por Franco Lorenzana), subtitulado en alemán, con un coloquio previo de introducción a dichas leyes y a la situación sociopolítica en las que surgieron.

¡Os esperamos!
Marea Granate Múnich

 

Link zur Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/105147136826823/?acontext=%7B%22ref%22%3A%223%22%2C%22ref_newsfeed_story_type%22%3A%22event_calendar%22%2C%22action_history%22%3A%22null%22%7D

10 Jahre Ligsalz8 die Bands

 

14-15 Uhr Shelby Shadow
16-17 Uhr Autozynik
17:15-18:45 Uhr Swing Lyons
19-20 Uhr Ronny y Coto
20:30 – 22 Uhr Les Millionaires

 

14:00 – 15:00 Uhr — Shelby Shadow

 

 

16:00 – 17:00 Uhr — Autozynik

Autozynik stinkt !?
Deswegen spielt Autozynik so selten öffentlich? Möglich…, auch möglich, dass Veranstalter, Jugendzentren und sonstige Drogenhöllen nur noch etikettierte Ware aus dem Booking-discounter kaufen. Jung und klingt wie… schon mal gegessen… können wir nicht bieten, dafür kommts von innen, ist komisch und sicherlich einmalig.
Wir hätten schon Lust, hier und da mal etwas Krach zu machen, ladet uns ein… ihr werdet es bereuen!

http://autozynik.de/

 

17:15-18:45 Uhr — Swing Lyons

Swing Lyons , eine Swingband Franzosen und Münchner spielen 30 40er Jahre Swing Gypsystyle, 3 der Musiker leben in Giesing proben in Giesing und freuen sich bei Watzart aufzuspielen. Bekannt dürch die Bouncing in Bavaria Projekte wo Swingtanz und Bayrischer Tanz zusammengeführt wird wie in München was ab 1945 mit der US army , den GI clubs Swing Hauptstadt wurde. Der AFN Radio Sender täglich mit Sendung Bouncing in Bavaria Swingende Tanzmusik spielte. Der Giesinger Max Greger wurde schon eine Woche nach dem Einmarsch der Gis zum spielen in der Orlandobar engagiert erste GI Bar mit Jazzmusik. Ein Offizier hörte Max Greger hier in Obergiesing proben dürchs fenster ging in die Wohnung un fragte Max Greger ob er mit Freunden gleich am Wochenende Jazz musik spielen kann in der Orlandobar. 71 jahre später kann man in den Fenstern wieder Swingmusik hören!

 

19:00 – 20:30 Uhr — Ronny y Coto

 

 

20:30 – 22:00 Uhr —  Les Millionaires

Pink’s Not Dead!

Fredo Ramone und Christian Phonoboy aka „Les Millionnaires“ sind ein glamouröses, ein schillerndes Pärchen in der Münchner Musikszene. Die beiden gehören definitiv zu den auffälligeren Erscheinungen des hiesigen Untergrunds und sind ebenso einzigartig wie kompromisslos in der Ausübung ihrer Kunst. Denn auf „Pink’s Not Dead!“ (1969ok! Records) mischen sie äußerst kurzweilig Chanson mit Punk, Chaos mit Romantik und last but not least französisch mit deutsch. Dabei handeln ihre Lieder, völlig normal für Millionäre, einzig und alleine über das Übliche: Geld und Liebe, Reiche und Schöne.

https://lesmillionnaires.jimdo.com/

 

 

Freitagskafe in der Sommerpause

Bis Mitte September sind wir in der Sommerpause. Am 15.9. eröffnet das Freitagskafe feierlich die neue Saison.