Archive for the 'Allgemein' Category

Sa., 26.5.: Talk mit der No Border Kitchen Lesvos und Vorstellung von Mare Liberum

Ein Abend mit der No Border Kitchen Lesvos und eine Vorstellung von Mare Liberum.

No Border Kitchen Lesvos:

Die griechische Insel Lesvos ist eine der Außengrenzen des europäischen Grenzregimes. Dort wird die europäische Abschottungs- und Ausgrenzungspolitik besonders stark sichtbar. Seit dem EU-Türkei Deal 2016 sind Migrant*innen auf der Insel  gefangen. Der Hotspot Camp Moria ist überfüllt und menschenunwürdig.  Eine tägliche Routine von rassistischen Verhaftungen und Abschiebungen erschwert die Situation noch mehr. Die Gruppe No Border Kitchen Lesvos ist dort seit 2015 aktiv. Sie ist eine nicht hierarchische, basisdemokratische Gruppe bestehend aus verschiedenen Aktivist*innen von überall her und setzt sich für ein Leben in Würde und Freiheit für alle ein.
Dieser Talk soll einen Einblick in die Situation auf Lesvos, sowie in die Arbeit von No Border Kitchen Lesvos geben.

https://noborderkitchenlesvos.noblogs.org/

Mare Liberum:

2018 wurde in Berlin der Verein Mare Liberum von einem Kollektiv transnationaler Aktivist*innen gegründet. Unser Ziel ist es mit unserem eigenen Schiff die Lage der Menschenrechte in der Ägäis zu beobachten. Dadurch erhöhen wir vor Ort den Druck zur Seenotrettung der Menschen, die aus der Türkei nach Griechenland fliehen, stärken Menschenrechte und Solidarität. Ziel unserer Mission ist es, die Migration über das ägäische Meer, von der Türkei nach Griechenland, sowie die anschließenden Such- und Rettungseinsätze (SAR) der griechischen und türkischen Küstenwache von unserem Schiff aus zu beobachten und zu dokumentieren. Darüber hinaus soll eine generelle Präsenz unabhängiger Beobachter*innen während der Operationen von staatlichen Akteuren auf See – wie zum Beispiel der Nato und Frontex – gewährleisten, dass eine lebensrettende und würdige Behandlung von Migrant*innen sichergestellt ist.

https://mare-liberum.org/de

Am 11.6. gibt es eine Folgeveranstaltung mit Joinda, einem Filmemachenden-Kollektiv von Geflüchteten

Samstag, 26.5.18 / 20:00 / Ligsalzstraße 8

Fr. 25.05. Svffer + Lügen + Wayste


Svffer (Hardcore, Münster)
Endlich, endlich, endlich! Hardcore-, Grind-, Emoviolence-Extravaganza aus Münster und Berlin. Haut alles kaputt.


Lügen (Punk, Dortmund)
Extrem markanter, eigenständiger und sympathischer DIY-Punkrock mit tollen Texten.


Wayste (Hardcore, Leipzig)
Düsterer Hardcore trifft Aggression trifft Melodie trifft bluesähnliche Riffs… Alternative Hardcore aus Leipzig.

Außerdem: Essen und Spaß. Offen ab 20 Uhr

Mi. 23.05. Tied To A Bear + Of Mountains And Seas

Tied To A Bear (Punkrock, Boston)
Bestehend aus Musikern verschiedener Punkbands wie Landmines oder Choke Up und dem Singer, Songwriter Jeff Rowe, gründeten sich Tied To A Bear bereits 2011 und machten sich schnell einen Namen im Punkuntergrund ihrer Heimatstadt Boston. Nach Support-Touren mit Bands wie Off With Their Heads, Teenage Bottlerocket und Joe McMahon folgt nun das zweite Album der Band, das mit melodischen Punksongs à la Pennywise und The Penske File überzeugt.

Of Mountains And Seas (Punk, München)
Nach Jahren brotloser Dengelei in diversen Bands und der näher rückenden Bedrohung durch Karriere, Trauschein und Kiesauffahrt, wollen sie es noch einmal wissen. Motiviert durch ihre Helden wie Hot Water Music, Leatherface, Samiam, Social Distortion und andere betagte Rauhbeine, raffen sie sich auf und kämpfen fortan den aussichtlosen Kampf gegen ihren größten Feind!

Offen ab 20 Uhr

Do. 24.05. Queerkafe

Input und Fragerunde zum Thema Non-Binary!

,,Nicht binäre Personen gab es schon immer, aber erst seit den letzten Jahren werden wir in der LGBTIQA*-Szene gesehen und anerkannt. Trotzdem fehlt es vielen Personen einfach an Wissen über und Kontakt mit Menschen, die nicht in das binäre Geschlechtssystem passen.“

In einem kurzen Input sollen die wichtigsten Begrifflichkeiten erklärt werden und es soll darüber gesprochen werden, wie man respektvoll mit Menschen umgeht, die sich nicht im geschlechtsbinären System verorten. In der anschließenden Fragerunde könnt ihr der Vortragenden* jede (respektvolle) Frage stellen, die ihr euch sonst vielleicht nicht zu fragen trauen würdet und miteinander ins Gespräch kommen.

Offen ist ab 20 Uhr! Natürlich gibt es wie immer leckeres, veganes Essen und kaltes Gesöff.

We are here, we are queer and we ain‘t going anywhere!

Keinen Platz für Wagenplätze? (do, 24.6.)

Liebe Leutz:

Am Donnerstag gibts Vortrag und Filme zum Thema: Keinen Platz für Wagenplätze?

Mehr als 150 Wagenplätze gibt es in Deutschland. Doch genau wie Stattpark Olga werden die meisten in der Stadtplanung nicht berücksichtigt, aus der Stadt verdrängt oder erfahren im schlimmsten Fall eine Räumung. Wagenplätze sind mehr als Wohnprojekte. Es sind soziale Treffpunkte und unkommerzielle Veranstaltungsorte, die von vielen Bürgern und Bürgerinnen gerne besucht werden. In der Städteplanung erfahren sie aber keine Berücksichtigung.


Hier ein Beipiel aus Köln.

Warum ist es so schwer, einen neuen Wagenplatz auf einer ungenutzten Fläche zu gründen? Weshalb werden bestehende Plätze einfach weggeplant? Anhand von Filmausschnitten von 1991 bis heute suchen wir bei der Bar am 24.6. nach einer Antwort, warum das gemeinschaftliche Leben in Wagen keine Anerkennung in der Stadtpolitik findet.

Unsere Kölner Expertin wird uns durch den Abend geleiten! Seid gespannt!

Ansonsten gibt es Schmuh und Schmäh wie immer und los gehn tuts um 20 Uhr.

Bis dennsen,

eure Olga

Sa. 19.05. Vortrag & Party

Junge, was ist Rape Culture?
(Jana Klein)

Der Fall Tuğçe Albayrak, Julian Assange im Exil der equadorianischen Botschaft in London oder der entfesstelte Debattenmob nach der Kölner Silvesternacht – was diese medialen Ereignisse miteinander verbindet, ist die allgemeine Unfähigkeit im Öffentlichen wie im Privaten, sich dem Problem der sexuellen Gewalt wirklich angemessen, ethisch und politisch, zu stellen. Die vielfältigen Abwehrmechanismen, mit denen nicht bloß Männer auf die Konfrontation mit der Kultur sexueller Dominanz reagieren, sind nicht nur eine alltägliche Herausforderung für antisexistische Bemühungen, sondern stellen mit der hinter ihnen steckenden Psychologie auch Schnittstellen dar, anhand derer die tiefe Verwobenheit der Geschlechterhierarchie mit anderen Feldern des Ideologischen nachempfunden werden kann. Als Ideologien stellen sie banalerweise sicher, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse bleiben wie sie sind – die ihnen anhängenden kulturellen Formationen jedoch sorgen täglich dafür, dass das Leben für viele Menschen mal mehr, mal weniger stark mit der Hölle auf Erden bedroht bleibt. Geschlecht, Rassismus oder Antisemitismus sind daher immer auch sexuell.

Im Vortrag soll anhand einiger jüngerer Beispiele dieser Zusammenhang näher beleuchtet und gezeigt werden, dass das Schlagwort „Rape Culture“ zu mehr taugt als zur Klage darüber, dass in Fällen sexueller Gewalt meist den Betroffenen die (Mit)Schuld gegeben wird. Wenn die Deutschen nach Köln ihre eigenen sexuellen Unzustände (noch mehr) auf maghrebinische Männer projizieren und die Gefahr der Konsequenzen für weiße Nahfeldtäter damit faktisch verringern, ist das nur ein Beispiel dafür, wie die intersektionale Intervention in den White Feminism sehr wohl gesellschaftliche Strukturen aufzudecken imstande ist, die sich ihrem Wesen nach tendenziell der Erkenntnis entziehen. Ohne dann bei Oberflächlichkeiten wie „Diskriminierung“ oder „Macht“ stehen bleiben zu müssen, kann verstanden werden, dass die Hartnäckigkeit des Sexismus auf einen gesellschaftlichen Ist-Zustand verweist, der ohne Geschlechterhierarchie in seiner Gänze undenkbar würde.

Offen ab 20 Uhr, Beginn 21 Uhr.
Für Essen und kühle Getränke wird gesorgt.

Nach dem Vortrag findet noch eine Party mit Aufgelege statt!

Antisemitische Karikaturen der SZ: Eine fragmentarische Bestandsaufnahme

Am Dienstag, dem 15. Mai 2018, ist in der Süddeutschen Zeitung (SZ) eine weitere antisemitische Karikatur erschienen. Die aus deren Ruinen der Münchner Neuesten Nachrichten hervorgegangene SZ löste bereits 1949 mit einem antisemitischer Leitartikel und eine Reihe darauf folgender antisemitischer Leserbriefe eine Demonstration von Jüdinnen und Juden aus. Als sich die Münchner Polizei an die „endgültige Säuberung des Aufruhrorts“ (Vize-Polizeipräsident) machen wollte, schritt die US-Militärpolizei ein, um die Demontration zu schützen.

Vorlage für die aktuelle Karikatur des Zeichners Dieter Hanitzsch 2018 dürfte der am 13. Mai in der SZ erschiene Aufsatz „Netanjahu will den ESC für seine Zwecke missbrauchen“ der Israel-Korrespondentin Alexandra Föderl-Schmid gewesen sein. Darin wirft Föderl-Schmid dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu vor, dass er den 1. Platz der israelischen Sängerin Netta Barzilai beim Eurovision Song Contest (ESC) für seine Zwecke auslege.

Es ist allerdings nicht die Ausnahme sondern die Regel, dass sich Regierende auf die Erfolge bei nationalen wie internationalen Wettbewerben setzen. Föderl-Schmid misst Israel mit einem doppelten Standard, der diese Karikatur im Rahmen des ESC bereits ohne die offensichtlichen Topoi der kritisierten Zeichnung in einen antisemitischen Kontext einbettet. Die neue Israel-Korrespondentin der SZ erhielt übrigens bereits Wochen zuvor eine Auszeichung von höchster Stelle, nämlich von der Wortführerin der Münchner BDS-Unterstützergruppe JPDG: „Ich gratuliere der sz für die Berichterstattung ihrer Korrespondentin Alexandra Föderl-Schmid“, schreib Judith Bernstein begeistert im Januar auf Facebook.

Auf der Klaviatur hoch und runter
Der Zeichner Dieter Hanitzsch setzte bei der Ausgestaltung seiner Kariktur noch ein paar Schippen drauf. Netanjahu erscheint nach dem Muster klassischer antisemitischer Karikaturisten mit großen Ohren und einer Rakete mit Davidstern in der Hand (ehemals waren es meistens ein Messer). Dazu sagt er: „Nächstes Jahr in Jerusalem“, womit nicht nur gemeint sein kann, dass sich Netanjahu einen ESC in Jerusalem wünscht. Damit spielt Hanitzsch auf einen über Jahrhunderte bewehrten Spruch von Jüdinnen und Juden in der Diaspora an. Da ist er also wieder, der ewige Jude, mit all seinen Marotten – heimtückisch, mordend, zersetzend und immerwährend religiös angeleitet.

Schlussendlich droht der ganze ESC bildlich zu verjuden, wie der Davidstern zwischen „Euro“ und „Vision“ suggeriert. Das Offensichtliche dieser Karikatur ist bereits nicht zu ertragen, auf der Meta-Ebene bilden sich weitere antisemitische Muster heraus. Die Karikatur macht aus einer Jüdin einen ganz anderen Juden und so entstehe „die antisemitische Grundform: ‚Der Jude‘“, analysiert beispielsweise das Blog „Nichtidentisches“. Antijudaismus und moderner sowie israelbezogener Antisemitismus fallen in dieser Karikatur auf nahezu lehrmeisterliche Weise zusammen.

Verrohung des Bürgertums
Die SZ wurde in ausgewählten Kommentarspalten zur Karikatur „Waffen-SZ“, „Süddeutscher Beobachter“, „Stürmer“ und Ähnliches genannt – markige Sprüche, die das Problem allerdings relativieren. Die jüdischen Demonstrierenden hatten 1949 noch gute Gründe, die SZ „Stürmer of 1949“ zu nennen, schließlich befanden sich damals noch allerhand Ex-Nazis in der Redaktion. In den letzten Jahrzehnten repräsentierte die Süddeutsche Zeitung allerdings einen Teil der bürgerlichen Mitte, die von Marc Felix Serrao bis Bernd Kastner reicht. Sie ist ein zentrales Sprachrohr des deutschen Bürgertums, was das Problem nicht kleiner, sondern größer macht.

In der Stellungnahme der SZ zur aktuellen antisemitischen Karikatur heißt es:

„[Die Darstellung der David-Sterne] hat innerhalb und außerhalb der SZ-Redaktion zu Diskussionen geführt. Der Karikaturist Dieter Hanitzsch sagt, er habe mit seiner Darstellung lediglich darauf hinweisen wollen, dass das nächste ESC-Finale 2019 in Jerusalem stattfinden soll. Trotz dieser Intention des Karikaturisten kann man die Zeichnung auch anders verstehen und als antisemitisch auffassen. Ihre Veröffentlichung war deshalb ein Fehler, für den wir um Entschuldigung bitten.“ (2018)

Mit dieser Stellungnahme schiebt die Redaktion die Hauptverantwortung dem Zeichner zu – und entschuldigt sich generös, obwohl der Zeichner nur auf den Punkt bringt, was die Redaktion tagein tagaus an Artikeln durchwinkt.

Ein Ausschnitt weiterer antisemitischer SZ-Karikaturen und Stellungnahmen vergangener Jahre:

In Anbetracht öffentlicher Reaktionen gibt der Zeichner, Burkhard Mohr, folgende Stellungnahme ab:
Dass die Karikatur zur WhatsApp-Übernahme durch Facebook, bei der ich eine überspitzte Zeichnung Mark Zuckerbergs in Kombination mit der Krake aus dem Film ‚Fluch der Karibik‘ dargestellt habe, wie eine antijüdische Hetz-Zeichnung aussieht, ist mir nicht aufgefallen. Gemeint war eine karikaturistische Überzeichnung der Firma Facebook jenseits spezifischer Personen, so wie ich es dies dann auch in einer überarbeiteten Karikatur dargestellt habe, die im allergrößten Teil der Auflage der SZ erschienen ist. Mir ging es nicht um Herrn Zuckerberg, sondern um Facebook. Es tut mir sehr leid, dass es zu diesem Missverständnis gekommen ist und ich womöglich die Gefühle von Teilen der Leserschaft mit meiner Zeichnung verletzt habe.“ (2014)

„Ernst Kahls gehörntes, hungriges Monster hat mit den antisemitischen Klischees nichts zu tun. Man muss das Bild zusammen mit der Bildunterschrift anschauen. Da heißt es: „Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde betrachten das Land als einen gefräßigen Moloch. Peter Beinart beklagt, dass es dazu gekommen ist.“ Also: Nur die Feinde Israels sehen Israel in der Weise, die dem abgebildeten Monster ähnelt. Außerdem ist der Staat Israel nicht mit dem Judentum gleichzusetzen.
Nachdem das Bild aber zu Missverständnissen geführt hat, wäre es besser gewesen, ein anderes zu wählen.“ (2013)

„Thema der Karikatur waren die Antisemitismus-Vorwürfe des israelischen Ministerpräsidenten und die Reaktion des französischen Staatspräsidenten. Eine antisemitische Tendenz war nicht beabsichtigt. Wir bedauern es sehr, wenn dieser Eindruck entstanden ist. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Gernot Sittner, Chefredaktion, Süddeutsche Zeitung“ (2004)

Keine Stellungnahme gefunden:

SZ-Zeichnung: ein hakennasiger Ariel Sharon, der unter dem Mandat des Davidsterns den ehrbaren UNO-Beobachtern entgegen bellt: „Haut ab, ihr Unogaffer – hier ist Krieg…“ – um von Leichenbergen abzulenken, die den Bildern aus den Vernichtungslagern der Nazis zum verwechseln ähnlich sehen.

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Do. 17.05. Talkin `bout a revolution N°4

Wo die Liebe zu den Gesetzen im Staate ruht – Über den Zusammenhang von Weiblichkeit und Nation
Karina Korecky

Die linke Kritik an Staat und Nation glaubt oft ohne jene des Geschlechts auszukommen. Das Geschlechterverhältnis spielt keine Rolle für die Kritik am Nationalstaat selbst, sondern wird höchstens in Form eines additiven Absatzes in programmatischen Stellungnahmen aufgerufen, der ebenso gut auch weggelassen werden kann. Auf der Seite der feministischen Theorie verhält es sich nicht viel anders: wo der Staat überhaupt zum Thema wird, sind Weiblichkeit und Nation »Diskurse« oder »Strukturkategorien«, die qua analytischer Trennung nur noch äußerlich aufeinander bezogen werden können. Ihr Verhältnis wird als Kreuzungspunkt zweier Achsen, Kurven oder Wege, intersection, vorgestellt.

Demgegenüber schlage ich vor, die bürgerliche Gesellschaft als widersprüchliches Ganzes zu betrachten. Die Entstehung der Geschlechtscharaktere und jene der Nation gingen Hand in Hand, so viel ist offensichtlich. Bei Rousseau et al sind es die Frauen, in deren Händen »die Liebe zu den Gesetzen im Staate« ruht. Die Gesellschaft der Freien und Gleichen brachte und bringt in ihrem Werdegang ihr Widersprechendes hervor: die Frauen als Differente, die Nationen als bestimmte. Sie sind nicht einmal in die Welt gekommen, sondern müssen sich permanent neu reproduzieren. Ihre Entstehung setzt sich in der Dialektik der Aufklärung fort – Grund genug, den Blick auf die Anfänge bürgerlicher Gesellschaft zu richten. Daran wird sich zeigen, dass die Kritik der Nation feministisch sein sollte und umgekehrt jene von Geschlecht und Liebe nicht ohne Bezugnahme auf den gesellschaftlichen Zusammenhang, der sie hervorbringt, auskommt.

Karina Korecky studierte Soziologie und Politikwissenschaft in Wien und Hamburg und promoviert an der Universität Freiburg zu Psychiatrie & Subjektivität. Sie hält Vorträge und publiziert zu verschiedenen Aspekten feministischer Theorie. U.a. „Ob Natur oder keine. Zu Judith Butler“, in: Outside The Box #5, 2015.

Offen 20 Uhr / Beginn 21 Uhr

Mi. 16.05. The Ultimate Screamo Band + Sur L‘eau

The Ultimate Screamo Band (Screamo, Montreal)
The so-called Ultimate screamo Band is actually not a band. It is fundamentally a one-person recording project. The idea behind this name is not the claim this project is « the best » or « the ultimate one » but rather that this project is a sort of exercise in style heavily influenced by a few bands of the past that some of us call « screamo » or « emoviolence ».

sur l‘eau (Screamo, München)
sur l‘eau is just a lowlife screamo/emoviolence band from munich.

Veganes Essen und Getränke geboten.

Einlass: 20:00
Start: 21:00

OLGA sucht einen neuen Platz! Wer hat Ideen?

Wie einige von euch aus der Presse oder direkt von uns mitbekommen haben, stehen wir kurz vor dem Ende unseres Mietvertrags mit der Stadt München. Ende August müssen wir unseren Platz in der Boschetsriederstrasse verlassen und einem Schulbau weichen.

Seit Anfang des Jahres sind wir in Zusammenarbeit mit Vertreter_innen der Stadtpolitik und den Referaten, auf der Suche nach einem neuen Platz. Leider wurde bisher noch kein passendes Grundstück gefunden, dass im Besitz der Stadt ist und für uns in Frage kommt.

Wir sind auf eine relativ zentrale, und/oder gut öffentlich und per Rad erreichbare Fläche angewiesen, damit weiterhin unsere kulturellen Veranstaltungen (Konzerte, Vorträge, Lesungen, Aufführungen etc.) für Euch erreichbar sind und besucht werden können. Leider stehen immer weniger solcher zentral gelegenen Flächen zur Verfügung. Wir wissen natürlich, dass wir mit der Forderung nach einem Platz in München nicht alleine sind. Wir erleben alle in den letzten Jahren immer wieder mit, wie unkommerzielle, emanzipatorische und partizipative Projekte an den Rand gedrängt werden oder ganz verschwinden.

Aber wir finden, dass genau diese Projekte und Veranstaltungsorte für die Großstadt München sehr wichtig sind. Sie setzen einen Kontrapunkt zum allgegenwärtigen Lifestyle. Stattpark Olga ist ein lebendiges Kulturprojekt, ein kreativer Freiraum und Nachbarschafts-Treffpunkt. Wir praktizieren ökologisches und soziales Mehrgenerationen-Wohnen. Und jenseits von monetärem Interesse investieren wir viel Zeit und Engagement, um die Stadtgesellschaft in diesem Sinne zu bereichern.

Falls ihr also eine freie Fläche in eurer Gegend kennt, der für uns als neuer Platz für unser Projekt in Frage käme, dann sagt Bescheid!

Falls ihr Freunde und Bekannte trefft oder Leute aus der Politik kennt, denen ihr von uns vorschwärmen wollt, dann gerne und laut :-)
Wir brauchen Unterstützung auf allen Ebenen!

Daumen drücken ? Unbedingt !

Wie es mit uns weiter geht: Wir werden euch auf dem Laufenden halten!
Ihr hört von uns!

Eure OLGA