Archive for the 'Allgemein' Category

no nation – no [b]order!

Die autoritäre Formierung durchbrechen
NIKA Bayern Kampagnenaufruf

Am 14. Oktober wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Als außerparlamentarische und radikale Linke kümmern uns solche Daten gemeinhin nicht allzu viel. Wir wissen: Politik ist weit mehr als nur parlamentarische Repräsentation. Unsere politische Praxis ist vielfältig, sie nimmt ihren Ausgang im Alltag und umfasst unser soziales Leben als Ganzes. Als Feminist_innen streiten wir für soziale Beziehungen jenseits sexistischer Ausbeutung und patriarchaler Herrschaftsansprüche, als Antirassist_innen kämpfen wir solidarisch mit und in den Bewegungen der Migration für globale Bewegungsfreiheit jenseits rassistischer Ausgrenzung und mörderischem Grenzregime, als Antikapitalist_innen kämpfen wir für eine kollektive Verfügung über den gesellschaftlichen Reichtum jenseits bürgerlicher Eigentumsordnung und massenhafter Verarmung. Wir sind aktiv für globale Klimagerechtigkeit, unkommerzielle Kultur, Arbeiter_innenrechte, in der Erinnerungs- und Gedenkarbeit, in stadtpolitischen Initiativen, für eine emanzipatorische Bildungspolitik und gegen Militarismus, Überwachung, Polizeistaat, (Post-/Neo-)Kolonialismus, Patriarchat, religiösen Fundamentalismus, Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus und vieles mehr. Nicht zuletzt treten wir als Antifaschist_innen rechten Angriffen und rassistischer Hetze offensiv entgegen.

Aus gutem Grund orientiert sich unsere politische Praxis nicht an den Terminkalendern bürgerlicher Parteipolitik. Und dennoch sind wir der Überzeugung, dass der 14. Oktober für Antifas und radikale Linke in Bayern eine wichtige Rolle spielen wird. Während die AfD gute Chancen auf stabile zweistellige Ergebnisse hat, kämpft die CSU darum, die politische Hegemonie auch im 61. Jahr ihrer Herrschaft im Freistaat zu verteidigen. Nicht unbedingt schöne Aussichten. Mehr als die Wahl selbst, wird der Wahlkampf eine Phase rechter Mobilisierung sein. Einer Mobilisierung von zwei zentralen Akteur_innen des gesellschaftlichen Rechtsrucks in Bayern – und weit darüber hinaus. (weiterlesen)

Antifaschistischer Kongress 2018

Dieses Jahr wird in München bereits zum fünften mal der bayernweite antifaschistische Kongress stattfinden. Vom 1. bis zum 4. November 2018 gibt es nicht nur reichlich Gelegenheit, sich kennenzulernen, sondern auch allerlei Austausch und Diskussion über die aktuellen Verhältnisse, antifaschistische Perspektiven und Gegenstrategien.

In einer Reihe von Vorträgen und Workshops werden wir uns mit dem voranschreitenden Rechtsruck beschäftigen und damit, wie und warum dieser Abschottung, Ausbeutung und Ausgrenzung mit sich bringt und die bestehenden Verhältnisse zu Ungunsten vieler Menschen noch verschärfen wird. Um sich jedoch nicht ausschließlich mit der Beschissenheit der Dinge auseinandersetzen zu müssen, soll es dieses Jahr auch ganz konkret darum gehen, welche positive Erzählung wir als antifaschistische Linke dem rechten Rollback entgegenhalten können. Mit euch gemeinsam wollen wir daher auch diskutieren, wie eine solidarischere, menschlichere und gerechtere Welt aussehen könnte und wie wir dahin kommen.

Die Themen dieses Jahr sind u.a.: Die Faschisierung der Gesellschaft, Antifaschismus in Gewerkschaften, Antisemitismus in der AfD, Perspektiven auf die Kontrollgesellschaft, die Landtagswahlen in Bayern, Antifeminismus, Social Media Arbeit, Antisemitismus im Deutschrap, Perspektiven nach dem NSU-Prozess, Neue Klassenpolitik, Arbeitskämpfe in Zeiten der Digitalisierung, die christliche Rechte, utopische und postkapitalistische Perspektiven, Computer- und Datensicherheit, Geschichte der Antifa, Feministische Utopien…

Mit Ingrid Scherf, Saskia Anders, Jerome Trebing, Regina Wamper, Klaus Weber, Stefan Dietl, Wolfgang Veiglhuber, Hans-Christian Dany, Straßen aus Zucker, Robert Andreasch, autonome antifa wien, Nina Scholz, John Malamatinas, Lucius Teidelbaum, Arthur Cooper, Raul Zelik, Roger Behrens, Carolin Wiedemann, Gisela Notz und vielen anderen.

Der Kongress findet von Donnerstag bis Sonntag im Kafe Marat und dem DGB-Haus statt. Mehr Infos zu Programm, Ablauf usw. gibt es bald.

#NoS20

Fight the power! Fight Fortress Europe!
NIKA-Aufruf zur Beteiligung an den Protesten gegen den EU-Gipfel in Salzburg

Man muss das Elend hinter und vor den Zäunen der Festung Europa nicht mehr wortreich beschreiben. Wer wissen will, zu welch wohltemperierter Unmenschlichkeit der Rechtsruck den europäischen Kapitalismus schon geführt hat, der/die kann es längst wissen. Mit Zugeständnissen an die Neofaschisten von Gauland über Strache bis Salvini wollen die Parteien der Mitte wieder „politische Stabilität“ herstellen. Rassismus wird zur letzten Legitimationsressource; was die EU vor allem anderen noch zusammen zu halten scheint, ist ihre Abschottung nach außen. Dabei ist ebenfalls schon länger bekannt: Gestoppt wird der Rechtsruck durch Anpassung an ihn nicht, er nimmt damit vielmehr erst richtig Fahrt auf. Doch es wäre fahrlässig darauf zu hoffen, dass sich diese Einsicht bald durchsetzt. (weiterlesen)

seenotrettung infoabend bei uns am 16.08.

Hier schon mal vorab von uns der Hinweis zur Veranstaltung nächsten Donnerstag.

Liebe Grüsse eure OLGA

Build bridges not walls!

Filmvorführung von „Iuventa“ (2018, /// Gespräche, Infos, Diskussion mit Iuventa-Crewmitgliedern und Aktivist*innen von „Seebrücke“ und „Watch the med Alarmphone“

Seit mittlerweile über einem Monat sind drei zivilgesellschaftliche Seenotrettungsschiffe im Hafen von Valetta auf Malta festgesetzt, fast drei Wochen lang war kein einziges NGO-Schiff im zentralen Mittelmeer
unterwegs, während allein im Juni 2018 über 600 Menschen dort ihr Lebenauf der Flucht vor Krieg, Armut, Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen verloren. Die europäischen Staaten haben sich in den letzten Wochen und Monaten fast komplett aus ihrer humantitären Verantwortung für jene Menschen zurückgezogen, die immer wieder auf dem zentralen Mittelmeer in Seenot geraten. Die Verantwortung für Seenotrettung im südlichen Mittelmeer wurde an eine in Windeseile aufgebaute sogenannte Libysche „Küstenwache“ übertragen – im vollsten Wissen dass deren ungenügenden Rettungsversuche und ihr Umgang mit den in Seenot Geratenen Menschenwürde und Menschenrechte mit Füßen treten und der weitere Weg der „Geretteten“ in vielen Fällen direkt in die libyschen Straf- und Folterlager führt. Die südliche Grenze Europas soll vollständig dicht gemacht werden – mit tödlicher Konsequenz für alle die doch den Versuch wagen, sie zu überwinden.

Zu diesem Thema zeigen wir den gerade neu erschienenen Dokumentarfilm „Iuventa“ und laden zu einem Gespräch mit Iuventa-Crewmitgliedern sowie Vertreter*innen der Seebrücke München sowie Watch the Med Alarmphone.

Iuventa (Dokumentarfilm von Michele Cinque, Italien/Deutschland 2018, 88 Minuten)

Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative JUGEND RETTET. Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen „Iuventa“. Im darauffolgenden Jahr startet ihr Schiff zu seiner ersten Mission und schließt sich den Schiffen verschiedener NGOs, der italienischen Küstenwache sowie der Marine an.

Nach fast zwei Jahren Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Seitdem kursiert u.a. der Vorwurf der Kooperation mit Schlepperbanden. Eine Anklage ist jedoch bis heute nicht erfolgt. Die bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonist*innen, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr unglaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem Punkt, an dem dieser mit der politischen Realität kollidiert.

Rage Against Abschiebung

Wie jedes Jahr ein Pflichttermin: Am 2. Oktober findet das 17. Rage Against Abschiebung im Feierwerk statt. Die Idee zum ersten Rage against Abschiebung Festival entstand 1996. Der Asylarbeitskreis Prager Straße benötigte dringend Geld um im Falle einer dramatischen Abschiebung zu intervenieren. Das erste Rage war daher als einmaliges Benefizfestival konzipiert. Im Jahr 1999 ließ der Bayerische Flüchtlingsrat dann das Festival jedoch wieder auferstehen und machte es zum größten, regelmäßig stattfindenden antirassistischen Bandfestival im süddeutschen Raum.

Das Rage macht ordentlich Stimmung gegen die europäische Abschiebemaschinerie, die Festung Europa, die perfide Politik von Abschottung und Ausgrenzung. Dieses Jahr spielen Haszcara, Fräulein Brecheisen, Tula Troubles, Les Trucs, Lunsentrio, Yetundey, Millidance + Pöbel MC, Carnation Dingthang, Bird Berlin, Dj Afrodermitis. Auch abseits des musikalischen Programms ist viel geboten.

Mehr Info: rageagainstabschiebung.de

Rage Against Abschiebung

Wie jedes Jahr ein Pflichttermin: Am 2. Oktober findet das 17. Rage Against Abschiebung im Feierwerk statt. Die Idee zum ersten Rage against Abschiebung Festival entstand 1996. Der Asylarbeitskreis Prager Straße benötigte dringend Geld um im Falle einer dramatischen Abschiebung zu intervenieren. Das erste Rage war daher als einmaliges Benefizfestival konzipiert. Im Jahr 1999 ließ der Bayerische Flüchtlingsrat dann das Festival jedoch wieder auferstehen und machte es zum größten, regelmäßig stattfindenden antirassistischen Bandfestival im süddeutschen Raum.

Das Rage macht ordentlich Stimmung gegen die europäische Abschiebemaschinerie, die Festung Europa, die perfide Politik von Abschottung und Ausgrenzung. Dieses Jahr spielen Haszcara, Fräulein Brecheisen, Tula Troubles, Les Trucs, Lunsentrio, Yetundey, Millidance + Pöbel MC, Carnation Dingthang, Bird Berlin, Dj Afrodermitis. Auch abseits des musikalischen Programms ist viel geboten.

Mehr Info: rageagainstabschiebung.de

Ibuprophet (do, 9.8.)

Guten Tag zusammen,

Wenn ihr dabei seid, an der Welt / Hitze / Allgemeinzustand des Lebens zu verzweifeln, dann raten wir euch am Donnerstag auf Olga vorbeizuschauen. Da gibts was feines auf die Ohren!

Ibuprophet bringt euch das beste Mittel gegen Weltschmerz: Aufgewachsen auf drei Kontinenten mixt er euch einen Platten-Cocktail aus juicy süd- und mittelamerikanischen Drums, vergessenem New World New Wave und Psychedelic Funk mit einem Schuss Oriental Groove – kurz, Musik für die Seele. Garantiert kein Placebo.

https://soundcloud.com/ibuprophet-665482013/ibumix-die-apokalypse-der-rauber-und-gendarme

https://soundcloud.com/blogrebellen/ibuprophet-baiau-dry-cherry-sunday-joint

https://www.facebook.com/IbuProphet-130618040993147/

Auf einen kleinen Urlaubsausflug mitten in der Stadt!
Wir sehen uns!
eure OLGA

***Sommerpause*** Brunch im August entfällt

Liebe Freund*Innen des Hauses,

Viele sind unterwegs, kaum eine*R ist zu Haus, der Brunch am Sonntag fällt aus!!!

Habt (trotzdem) ein wunderschönes Wochenende,

eure Ligsalz8

 

Festival Arte Popular México-Alemania

Wer sich schon immer mal gefragt hat,  wie unsere bunte Fassade entstanden ist, hat diesen Sommer die Gelegenheit….

Das Öku-Büro München, die UAM Universidad Autonóma Metropolitana, die Färberei und der Jugendtreff AU veranstalten ab dem 31.7. das Festival Arte Popular México-Alemania mit einem tollen, abwechslungsreichen, buntem Programm.

Festival Arte Popular México-Alemania: Wandbild, Workshops, Vorträge und Ausstellung

Da unsere Wandbildprojekte sowie das Begleitprogramm mit Workshops, Ausstellungen und Vorträgen zur „Arte Popular Mexicano en Múnich“ im Jahr 2015 und 2016 großen Erfolg hatten, werden wir in diesem Jahr das Projekt wiederholen.

Das Projekt „Festival Arte Popular México-Alemania“ beinhaltet ein Wandbild, Workshops, Vorträge und eine Kunstausstellung.

Die Idee des kommunalen Wandbildes stammt von dem mexikanischen Kunstprofessor Sergio Valdez Ruvalcaba. Das Wandbild soll Utopien, Träume und Erfahrungen der Teilnehmer*innen kreativ umsetzen. Durch dieses Konzept – wie bereits in vielen indigenen Gemeinden in Chiapas, Südmexiko, an Universitäten und an anderen öffentlichen Orten Mexikos geschehen – werden das kommunikative Potential und der kollektive Zusammenhalt in den durchführenden Gruppen, Kollektiven und Kommunen entwickelt und gestärkt. Die sozialen und politischen Realitäten und Vorstellungen finden ihren Ausdruck in den leuchtenden Farben der traditionellen Murales-Malerei Mexikos.

Die mexikanischen Künstler*innen werden zusammen mit den Münchener Künstler*innen Workshops anbieten. Diese sind: Kaltnadelradierungen, Comic Workshops und Monotypie-Zeichnungen Workshop.

Dieses Jahr wählten wir das Thema Geschlechtergleichstellung mit dem Motto „Man ist nicht als Frau geboren, man wird es“ (Simone de Beauvoir). Über dieses Thema werden Vorträge gehalten. Das Thema versucht wieder Gemeinsamkeiten zwischen der BRD und Mexiko darzustellen und sich aus dem Austausch ergebende Lernmöglichkeiten und Handlungsoptionen für beiden Ländern zu nutzen. Psychologische und physische Gewalt gegen Frauen, Geschlechtsunterschiede auf dem Arbeitsmarkt sowie Kampf gegen die traditionellen Geschlechterrollen sind Themen mit denen sich sowohl die deutsche als auch die mexikanische Gesellschaft auseinandersetzen.

Programm Festival Arte Popular México-Alemania

30.07.-24.08. Wandbild Mural comunal participativo in dem Jugendtreff AU (Kegelhof 8)
09.08. um 19 Uhr. Vernissage. Eröffnung der Ausstellung
10.08.-11.08. ab 18 Uhr Workshop 1: Kaltnadelradierungen
13.08.-14.08. ab 18 Uhr Workshop 2: Monotypie-Zeichnungen
16.08. um 20 Uhr Vortrag zum Thema Frauen, Politik und Wahlen
17.-18.08. ab 18 Uhr Workshop 3: Comic Workshop
18.08. 19 Uhr – 22 Uhr. Kulturveranstaltung
23.08. um 20 Uhr Vortrag/Video „Feminismus ist unverschämt“.
24.08. um 19 Uhr Wandbild Einweihung

 

Workshops, Ausstellung und Vorträge finden in der Färberei statt. Adresse: Claude-Lorrain-Straße 25

Wir bitten um eine Anmeldung für die Workshops unter mex@oeku-buero.de

Veranstaltet von Öku-Büro München, UAM Universidad Autonóma Metropolitana, Färberei und Jugendtreff AU mit finanzieller Unterstützung vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

inter*stellar goes Platzcafé (do, 2.8.)

Eyo liebe Sommernachts-Schwärmer*innen und Bierbankhocker*innen!

LGBTIQ* – eine Kette von Buchstaben, oft leicht heruntergeleiert, und dann ab und an diese Frage: Dieses „I“? Was ist denn damit eigentlich wirklich gemeint?

Wir haben inter*stellar zum Platzcafé eingeladen – eine neue Gruppe in München von intergeschlechtlichen Menschen! Sie gehören zur Internationalen Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen OII (www.oiigermany.org).

Sie bringen den Dokumentarfilm “Entre deux sexes” von Régine Abadia zum Thema Intergeschlechtlichkeit mit. Der Film begleitet die Inter* Aktivist*innen Vincent Guillot aus der Bretagne und Ins A Kromminga aus Berlin, die sich für ihre Menschenrechte in einer sehr normativen Welt einsetzen. Der Film ist französisch, deutsch und englisch, mit deutschen Untertiteln. Nach dem Film können wir noch Fragen beantworten und über den Film sprechen.

Platzcafé startet wie immer um 20 uhr, Film wenns dunkel wird!

Fliegt vorbei und surrt mit uns durch die laue Sommernacht!
eure OLGA