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Wir freuen uns über postkoloniale Umtriebe in Augsburg

Blog von Augsburg postkolonial

 

Ausstellung: „Der Wilde schlägt zurück“ – Kolonialzeitliche Europäerdarstellungen der Sammlung Lips

Das Buch „The Savage Hits Back“ schlug in den 1930er-Jahren hohe Wellen: Der Kölner Ethnologe Julius Lips zeigte darin, wie Künstler aus den Kolonien Europäer darstellten. Die Ausstellung zeigt erstmals die von Lips gesammelten Objekte und macht unterschiedliche historische Perspektiven auf Kolonialgeschichte sichtbar.

16.3 bis 3. 6. 2018

Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt

Rautenstrauch-Joest-Museum, gro§e Schreckfigur, Nicobaren,Inv.Nr.: 23331, 295mmx640mmx150

(Abb. Rheinisches Bildarchiv Köln/Wolfgang F. Meier)

Straßenumbenennungsfest am 10.12.2017 ab 14 Uhr

Straßenumbenennungsfest in der
Dominikstraße in Bogenhausen, München

Datum:      10.Dezember 2017
Uhrzeit:     14 Uhr
Ort:           Dominikstraße, an der Kreuzung mit der Nettelbeckstraße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Programm
14 Uhr:         Beginn mit Musik
14.30 Uhr:     Begrüßung der geladenen Gäste
14.45 Uhr:     Erklärungen von Münchner* Organisationen die seit langem die
Umbenennung der Kolonialstraßen fordern.
15.15 Uhr:     Wer war Hans Dominik (Dominikstraße) / Der Völkermord in Namibia
16.00 Uhr:     Umbenennung der Dominikstraße
16-30Uhr:      Erklärung des Bündnisses an die Stadt München und an den
Bezirksausschuss 13 Bogenhausen
17.00 Uhr Ende

》》Da das Wetter schön sein wird, werden wir Glühwein für Dich/Euch vorbereiten  Für diejenigen, die die bayerische „Leitkultur“ pflegen möchten, gibt es Bier.
Für den kleinen Hunger gibt es Fingerfood!

Info über die Aktion
Leider sind in Deutschland bzw. München noch viele Straßen nach deutschen Kolonialisten und Soldaten benannt, die in Ländern wie Namibia, Tansania und Kamerun Massaker und Völkermord begangen haben.
Zu diesen historisch belasteten Straßennamen gehören Straßen in Trudering und Bogenhausen.
Dies ist unserer weltoffenen Stadt München unwürdig und beleidigend für seine multikulturelle Gesellschaft und die Menschen, die aus diesen Ländern stammen.
Deshalb fordern der Arbeitskreis Panafrikanismus und zahlreich zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen in München seit Jahren die Umbenennung dieser Straßen. Auch der Migrationsbeirat der LH München (damals Ausländerbeirat) hat die Stadt zwei Mal durch einstimmige Beschlüsse zur Umbenennung dieser Straßen aufgefordert.

Wir betonen es heute noch: Wir werden keine Ruhe geben, solange diese Straßen nicht umbenannt werden!

Veranstalter: Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V.
Gefördert durch das Kulturreferat der LH München & Sozialreferat der LH MünchenIn Kooperation mit:
[muc] münchen postkolonial, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland(ISD), Netzwerk MORGEN, Nord Süd Forum München e.V., Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern, Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland
Mit Unterstützung der Migrationsbeirat der Stadt München

 

 

Ausstellungseröffnung: Zurückgeschaut – Erste Deutsche Kolonialausstellung 1896/Treptower Park

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Museums Treptow-Köpenick, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und Berlin Postkolonial.

Eröffnung am 13. Oktober 2017 um 19 Uhr – weitere Infos hier

Ausschreibung: Qualifizierung zur Rundgangsleiter*in an der KZ-Gedenkstätte Dachau

Eine Ausschreibung des Max-Mannheimer-Studienzentrums Dachau:

Ab November 2017 bilden wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern im Projekt „Diversität, Erinnerung, Geschichte“ 20 Personen zu neuen Rundgangsleiter*innen für die KZ-Gedenkstätte Dachau aus. Der Kurs hat das Ziel, die Diversität derer zu erhöhen, die in Dachau die Geschichte des Ortes vermitteln und wir laden deshalb alle Interessierten herzlich ein, sich für die Teilnahme zu bewerben: z. B. Sinti*ze und Rom*nja, Menschen mit und ohne Migrationsbiografie, mit und ohne Fluchterfahrung, mit und ohne Behinderungen, mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen und unterschiedlichen Alters oder solchen, die sich einzelnen Verfolgtengruppen besonders nahe fühlen. Ziel ist es, die vielfältigen Erfahrungen, die Menschen in dieser Gesellschaft machen, in die Ausbildung zu integrieren, damit die Erinnerung an den Nationalsozialismus aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven weitergegeben werden kann.

 

Anforderungen

  • Sie interessieren sich für Zeitgeschichte und Politik?
  • Sie haben Interesse, sich mit historischen und aktuellen Formen von Antisemitismus, Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu beschäftigen?
  • Sie sind bereit, an ihren eigenen Haltungen und Meinungen zu arbeiten?
  • Sie können sich vorstellen einen eigenen Rundgang zur Geschichte des KZ-Dachau zu entwickeln?
  • Sie sind bereit die Kurstermine selbstständig vor- und nachzubereiten?
  • Sie haben Spaß daran, mit unterschiedlichen Gruppen zu arbeiten?
  • Sie möchten an einem internationalen Gedenk- und Bildungsort arbeiten?

 

Wir bieten

  • Die Qualifizierung zur Rundgangsleiter*in an der KZ-Gedenkstätte Dachau (Zertifikatvergabe nach erfolgreich absolvierter Abschlussprüfung)
  • Die Möglichkeit, dass eigene Wissen zur Geschichte des Nationalsozialismus und anderen Kursthemen zu vertiefen
  • Bei erfolgreichem Abschluss besteht die Möglichkeit, für die KZ-Gedenkstätte und ihre Kooperationspartner Rundgänge oder Seminare auf Honorarbasis durchzuführen
  • Die Aufnahme in den Kreis der Referent*innen und die Möglichkeit Fortbildungen, Exkursionen etc. wahrnehmen zu können
  • Eine Aufwandsentschädigung zur Deckung von Kosten für Fahrten und Material
  • Eine respektvolle und offene Kursatmosphäre mit engagierten Leiter*innen

 

Wichtiges in Kürze

Kurssprache: Die Kurssprache ist Deutsch, aber wir suchen explizit Personen, die in mehreren Sprachen Rundgänge entwickeln und anbieten wollen.

Kursort: Dachau

Verbindliches Startwochenende: 11./12.11., Ganztags

Weitere verbindliche Kurstermine: 9 bis 11 Abendtermine unter der Woche und 1 bis 2 Wochenenden (Samstag/Sonntag). Dazu kommen mehrere Hospitationstermine bei erfahrenen Rundgangsleiter*innen und eine Abschlussprüfung.

Zeitraum: November 2017 bis Mai 2018

Das klingt interessant?

Dann bewerben Sie sich direkt mit unseren Formular (siehe unten) oder kommen Sie vorher zu unserem Informationstermin am Dienstag, 10.10.2017 von 19:00 bis 20:00 Uhr.

Ort: Max Mannheimer Haus, Roßwachtstr. 15, 85221 München

Wir bitten um ihre schriftliche Bewerbung bis zum 18. Oktober unter:

https://tinyurl.com/yal2hdsk

Wir werden uns nach dem 18.10. bei Ihnen melden und gegebenenfalls noch ein telefonisches Gespräch führen.

Nachfragen bitte an Steffen Jost (Projektkoordinator): jost@mmsz-dachau.de

Flyer zum Herunterladen und Verteilen

Ein Projekt der KZ-Gedenkstätte Dachau, des Dachauer Forums, des Netzwerks Rassismus- und diskriminierungsfreies Bayern sowie des Max Mannheimer Studienzentrums. Das Projekt wird von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)“ gefördert.

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DECOLONIZE MÜNCHEN – Katalog jetzt komplett online verfügbar

Titel-Decolonize-München KopieDECOLONIZE MÜNCHEN
Dokumentation und Debatte

herausgegeben von Eva Bahl, Sarah Bergh,Tahir Della, Zara S. Pfeiffer, Martin W. Rühlemann in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Download des kompletten Katalogs (8,9 MB)

weiterhin in Druckform bestellbar bei Edition Assemblage

 

 

»Wollen sie uns verhöhnen?« Bis heute erforschen deutsche Museen die Gebeine zahlreicher Kolonisierter. Ein Gesprach zwischen Mnyaka Sururu Mboro und Christian Kopp über die Gründe für diesen unerträglichen Zustand

Südlink-Titel 176: Körper und PolitikSüdlink 176, Ein Gespräch zwischen Mnyaka Sururu Mboro und Christian Kopp

Filmpremiere: Revolution mit bloßen Händen

16_06_23 Revolution in Burkina Faso Filmpremiere A5_flyer_online

Flyer (pdf)

Revolution mit bloßen Händen –
La trajectoire d’un peuple. Le Burkina Faso

gruppe 11, muc postkolonial und AK Panafrikanismus präsentieren:
Münchener Filmpremiere: Dokumentation über die Revolution in Burkina
Faso von Moussa Ouédraogo & Hans-Georg Eberl

Im Anschluss Filmgespräch mit:
Hans-Georg Eberl (Regisseur) und Hamado Dipama (AK Panafrikanismus)

Maxim Kino, Donnerstag 23. Juni 2016, 20.00 Uhr
Landshuter Allee 33

“Revolution mit bloßen Händen. La trajectoire d‘un peuple. Le Burkina Faso.” ist ein filmisches Dokument der Erinnerung an den Volksaufstand im Oktober 2014 in Burkina Faso gegen das diktatorische Regime von Blaise Compaoré. Der Film nähert sich Protagonist_innen des Aufstandes an und besucht symbolkräftige Orte. Er stellt die Frage nach Motivationen und Gründen in den Lebensbedingungen der Bevölkerung sowie in den Erinnerungen an vorausgegangene Kämpfe der letzten Jahrzehnte.

“Revolution with bare hands. The trajectory of a people. Burkina Faso.” is a filmic document of remembrance of the popular insurrection in Burkina Faso on 30th and 31st of October 2014 against the dictatorial regime of Blaise Compaoré. The film approaches protagonists of the revolution and visits emblematic symbolic places. It asks about reasons and motivations based in the living conditions of the population as well as in memories of foregone struggles during previous decades.

«La révolution à main nue. La trajectoire d‘un peuple. Le Burkina Faso.” est un document de mémoire cinéaste du soulèvement populaire du 30 et 31 Octobre 2014 au Burkina Faso, qui a résulté dans la chutte du régime dictatorial de Blaise Compaoré. Le film s‘approche de divers protagonistes et de lieux emblématiques du soulèvement. Apartca, il cherche à faire ressortir les raisons basées dans les conditions de la vie de la population mais aussi dans la mémoire des luttes passées.

70 Min.
Originalsprachen: Französisch, Morée
OmU Deutsch
Regie: Moussa Ouédraogo, Hans-Georg Eberl
Produktion: 2016, Burkina Faso / Österreich
Projektpartnerinnen: Rosa Luxemburg Stiftung / Regionalbüro
Westafrika; GRADES; Afrique-Europe Inter-act; Frauen für das Recht
auf Wohnen; u.a.

Neue postkoloniale Initiativen online

rassismus_verlernen: Kämpfe um Reparationen für Kolonialismus und Versklavungshandel

Der Blog „rassismus_verlernen“ ist aus einem Projekt entstanden, das sich ausgehend von deutscher Kolonialgeschichte der Frage von Reparationen für koloniale Menschheitsverbrechen nähert. Anlässlich des Internationalen Tages für Reparationen in Zusammenhang mit Kolonialismus am 12. Oktober 2015 möchte der Blog unterschiedliche Stimmen und Initiativen aus Deutschland, Europa, Afrika und den Amerikas zusammenführen, die Reparationen fordern und bereits umsetzen. Damit soll auch ein Schlaglicht auf die verdrängte Geschichte des deutschen Versklavungshandels mit afrikanischen Menschen gelegt werden, die einer breiteren Öffentlichkeit nahezu unbekannt ist…

Fugger-und Welserstraßen dekolonisieren!

Die Fugger und Welser gelten als zwei der einflussreichsten und wohlhabendsten europäischen Handelsfamilien zwischen dem 14. und dem 19. Jh. Ihre vermeintlich glorreiche Geschichte und ihr Gedenken werden durch zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze, Ausstellungen, öffentliche Einrichtungen und 23 nach ihnen benannte Straßen aufrechterhalten. Zwei dieser Straßen befinden sich in dem Berliner Bezirk Schöneberg. Dass die Fugger und die Welser ihren Reichtum jedoch erst durch ihre Beteiligung am Kolonialismus akquirieren konnten, wird in dieser Geschichtsschreibung oft ent_nannt bzw. verschwiegen und/oder beschönigt…

Debatte um den Tangué im Münchner Museum Fünf Kontinente (ehem. Völkerkundemuseum)

Zwei Publikationen zum Tangué im Münchner Museum Fünf Kontinente sind 2015 erschienen und online verfügbar:

„Der schizophrene Schiffsschnabel: Biographie eines kolonialen Objektes und Diskurs um seine Rückforderung im postkolonialen München“ von Barbara Heuermann

„Ein Kameruner Kulturerbe? 130 Jahre geteilte Agency:Das Netzwerk Tange/Schiffschnabel“ von Anne Splettstößer