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24.10.17 – Kundgebung: Keine Abschiebung nach Afghanistan!

+++ Kundgebung +++
+++ Dienstag, 24. Oktober 2017, 18:00-19:00 Uhr +++
+++ Max-Joseph-Platz, München +++

Afghanistan ist nicht sicher!

Alle Abschiebungen nach Afghanistan sind lebensgefährlich! 

Alle Abschiebungen nach Afghanistan müssen sofort aufhören!

Kommt und demonstriert mit uns am Dienstag gegen das menschenverachtende Spiel der BRD mit dem Leben unserer Mitmenschen!


Der nächste Abschiebeflieger startet am Abend des 24.10. vom Flughafen Leipzig/Halle nach Afghanistan. Die Menschen auf diesem Flug, so rechtfertigt die Bundesregierung ihr perfides Vorgehen, seien alle Straftäter und Gefährder, welche somit ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland verwirkt hätten. Während Menschenrechtsorganisationen von Folter in Gefängnissen berichten und die Diffamierung von Abgeschobenen nach Afghanistan beobachten, da diese alle als Schwerkriminelle gesehen werden, interessiert sich die Bundesregierung nur für Abschiebequoten. 


Aufgrund der großen öffentlichen Skandalisierung von Abschiebungen nach Afghanistan wurde von der Bundesregierung zunächst ein vorübergehende Aussetzungen der Abschiebungen angekündigt. Lediglich straffällig gewordene Personen oder Personen, die eine Gefahr für die innere Sicherheit darstellen würden, sollten weiterhin abgeschoben werden. Dass jedoch in der Vergangenheit und auch bei dem Flug am 24.10. auch Personen abgeschoben werden, die nicht unter die Kategorie „Straftäter“ oder „Gefährder“ fallen oder deren Verurteilungen sich teilweise lediglich 20 Tagessätze belaufen, wird dabei verschwiegen und das Schicksal der Menschen als nichtig erklärt. Nach Meinung der Bundesregierung scheinen die Menschen auf dem Flug, Menschen zweiter Klasse zu sein, die kein Recht auf ein unversehrtes Leben haben. Afghanistan ist kein sicheres Land, egal für wen. 

No deportation nowhere!

16.10.17 Diskussion: Zur Militarisierung der Wüste. EU-Migrationspolitik im Sahelraum.

+++ Info- und Diskussionsveranstaltung von Afrique-Europe-Interact +++
+++ Montag, 16. Oktober 2017, 20:00 Uhr +++
+++ Bellevue di Monaco, Müllerstrasse. 2, 80469 München +++

Mit Alassane Dicko (Bamako) und Hans-Georg Eberl (Wien)
Mit Übersetzung vom Französischen ins Deutsche – und bei Bedarf auch ins Englische.

Lange hat sich die die Kritik am Europäischen Grenzregime vor allem auf die Toten im Mittelmeer konzentriert. Umso wichtiger ist, dass mittlerweile auch die Wüste stärker in den Blickpunkt der öffentliche Debatte rückt. Denn auch dort kommen jedes Jahr tausende Geflüchtete und Migrant_innen vorwiegend aus Subsahara-Afrika ums Leben. Wirklich belastbare Zahlen gibt es bislang nicht. Doch selbst die IOM (International Organisation of Migration), die unmittelbar in die EU-Abschottungspolitik eingebunden ist, geht von mehreren tausend Toten jährlich aus. Und vieles spricht dafür, dass sich diese Situation in den nächsten Jahren noch verschärfen wird.

Hintergrund sind die sogenannten Migrationspartnerschaften, die die Europäische Union derzeit in rasendem Tempo mit zahlreichen afrikanischen Ländern schließt, darunter auch wichtigen Transitländern wie Niger oder Mali. So haben im Niger Polizei und Militär auf Druck der EU Kontrollpunkte an den wenigen Wasserstellen und in Ortschaften entlang der zentralen Routen nach Libyen eingerichtet. Hinzu kommt, dass der Transport von Personen im Niger seit 2015 unter Strafe gestellt ist – und das in einer Region, wo die Menschen seit Jahrhunderten im trans(saharischen) Transportgewerbe tätig sind. Konkret sind seit Juli 2016 über hundert Schlepper und Fahrer festgenommen und ihre Autos konfisziert worden. Folge ist, dass die Schlepper immer öfter auf schlechtere und zum Teil auch unbekannte Routen ausweichen. Und auch passiert es immer öfter, dass die häufig sehr jungen Fahrer aus Furcht vor Entdeckung ganze Gruppen plötzlich in der Wüste aussetzen. Dies erklärt, weshalb die meisten der aufgefundenen Toten verdurstet sind.

In der Veranstaltung wird Alassane Dicko zum einen über die aktuellen Entwicklungen der in den letzten Jahren schrittweise auf die Sahara ausgedehnten EU-Abschottungspolitik berichten. Hierzu gehören auch der auf einem kleinen europäisch-afrikanischen Regierungsgipfel Anfang September in Paris gefällte Beschluss, im Niger „Migrationszenten“ einzurichten, wo der UNHCR im Namen der Europäischen Union asylberechtigte von nicht nicht-asylberechtigten Geflüchteten trennen soll. Zum anderen wird der Referent über die unter anderem von Afrique-Europe-Interact mitgetragene Initiative für ein Wüstenalarmphone berichten. Das Projekt steht noch völlig am Anfang, doch geplant ist, junge Migrant_innen über eine zentrale Notrufnummer mit wichtigen Informationen zu unterstützen und ggf. auch selber Rettungsinitiativen zu starten oder zu initiieren (nach dem Vorbild der verschiedenen Aktivitäten auf dem Mittelmeer).

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Alassane Dicko ist ausgebildeter Informatiker. 2006 wurde er aus der Elfenbeinküste nach Mali vertrieben, woher seine Eltern ursprünglich stammten. In Bamako hat er die Assoziation der Abgeschobenen (AME) mit aufgebaut, seit 2010 ist er Pressesprecher der malischen Sektion von Afrique-Europe-Interact.

Hans-Georg Eberl ist Aktivist und Filmemacher, aktiv bei Afrique-Europe Interact, früher Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant*innen München. Er ist regelmäßig in Togo, Mali und Burkina Faso unterwegs und recherchiert dort u.a. zur Externalisierung des EU-Grenzregimes

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Mehr Infos: www.afrique-europe-interact.net

Brutale Abschieberealität in Bayern

Am Morgen des 1. August wurde eine Frau mit ihren drei Kindern aus dem Lager in Ingolstadt/Manching abgeholt und direkt nach Albanien abgeschoben.

Fassungslos macht dabei das Vorgehen der Behörden:
Die Familie wurde auseinandergerissen, der Vater befand sich zu dem Zeitpunkt zufällig nicht im Lager, er blieb allein zurück in Deutschland.
Für die Frau liegen Atteste vor, die eine psychische Krankheit und eine Reiseunfähigkeit bescheinigen, diese wurden als “Gefälligkeitsgutachten” abgetan.
Sie wurde getrennt von ihren Kindern mit einem Krankentransport (!) zum Flughafen gebracht.
Die Frau und der 14-jährige Sohn wurden an Händen und Füßen gefesselt. Die Frau war die gesamte Dauer über gefesselt, ihre Arme sind übersäht mit blauen Flecken.
Dies war bereits der 3. gewaltsame Abschiebeversuch für die Familie, die beiden vorangegangenen wurden jeweils von Ärzt*innen im letzten Moment am Flughafen gestoppt. Durch diese Versuche wurden die Mutter und die 2-jährige Tochter schwer traumatisiert und der Rest der Familie stand unter Schock.

In Reaktion auf diese brutale Abschiebung wurde in der Nacht vom 3. auf den 4. August die Zentrale Ausländerbehörde von Oberbayern (ZAB) in München mit Bildern und Filmen belichtet. Eine Projektion mit dem Schriftzug „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ sowie der Musikclip „borders“ der Sängerin M.I.A. die in ihrem Lied auf die aktuelle Situation von Menschen auf der Flucht aufmerksam macht, zierten kurzfristig die Fassade der Behörde. Die Regierung von Oberbayern entscheidet hinter den Wänden der ZAB täglich über die Leben von Menschen. Entzieht sich allerdings oft der Verantwortung, wenn es um die Verletzung von Menschenrechten durch die zuständigen Institutionen geht. Mit der Kunstaktion letzte Nacht sollten die Akteur*innen des Abschieberegimes Bayern beleuchtet werden. Das ehemalige und aktuelle Gebäude der ZAB wurden symbolisch für alle Institutionen gewählt, die für die rigorose Abschiebepolitk in Deutschland verantwortlich sind oder waren.

Das Projektionskollektiv Bunt statt Grau erklärt: „Wir sind wütend. Was ist das für eine Praxis, in der Familien getrennt, minderjährige und kranke Menschen an Händen und Füßen gefesselt werden, um sie gegen ihren Willen mit Polizeigewalt zurück in ihre Herkunftsländer abzuschieben wo sie lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt sind.“ Sie verlangen mehr Verantwortungsbewusstsein von Behörden und Institutionen, die mit asylsuchenden Menschen arbeiten. Mit der Aktion in der Nacht vom dritten August wurden unter anderem Forderungen nach der Rückkehr gewaltsam auseinandergerissenen Familien, einem allgemeinen Abschiebestopp sowie der Anerkennung ärztlicher Atteste gestellt.

Am Fall dieser Familie zeigt sich das brutale Vorgehen gegen Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, sowie die brutale Abschiebepraxis der Regierung von Oberbayern. Sowohl in den Abschiebelagern in Bamberg und Ingolstadt/Manching, als auch in den neueröffneten Lagern in Regensburg und Deggendorf, die verharmlosend „Transitzentren“ genannt werden, zeigt sich das gesamte Ausmaß der menschenverachtenden Abschiebepolitik. Isoliert leben Menschen dort mit der täglichen Lebensrealität: Abschiebung. Mehrmals wöchentlich bekommen Familien und Einzelpersonen mit, wie früh morgens die Polizei Leute aus dem Lager abführt und diese zurück in ihre Herkunftsländer schafft. Sie selbst bangen währenddessen, im Kampf gegen Asylbescheide die Nächsten zu sein. Durch die neu geschaffenen Lager sowie den aktuellen Abschiebefall wird deutlich, dass seitens der Behörden systematisch psychischer Druck auf die Menschen ausgeübt wird, die sich in Deutschland Sicherheit erhoffen.

Mehr Infos: http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/specials.html

 

 

 

30.6.17 – Karawane Sommer-Soliparty

+++ Karawane Soliparty +++
+++ Freitag, 30. Juni 2017, 20:00 Uhr +++
+++ Kafe Marat (Thalkirchner Straße 102) +++

Karawane goes Freitagskafe – Sommersoliparty mit Konzerten von Black Dia Bu Galsen und WUNST – After Show Party mit El Presidente und Special Guests – Cocktails und Aperitivo

Für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle!

Die Arbeit mit und für geflüchtete Menschen, gegen Abschiebungen, Ausgrenzung und Diskriminirung bleibt notwendig – und kostet Ressourcen. Wir wollen euch herzlich einladen, mit uns eine große Soli-Sommersause im großartigen Kafe Marat zu feiern!

Los geht’s mit mehrsprachigem Sound der senegalesischen Dancehall/Reggae Crew Black Dia Bu Galsen aus Ebersberg.

Danach premiert der musikalische Arm der Karawane mit seinem Abschiedskonzert: das beste aus 25 Jahren WUNST – Deutschpunk Classics aus der Afterhour.

Da wir bekanntlich gerne länger feiern, geht es dann noch mit dem wunderbaren El Presidente weiter und wir wollen wild mit euch tanzen! Außerdem gibt’s Vokü, Cocktails und Aperitivo…

16.7.17 – Demo in Tutzing: There ARE Problems in Bavaria – Integration in Bayern heißt Abschiebelager

+++ Demonstration in Tutzing am Starnberger See +++
+++ Freitag, 16. Juni 2017, 18:30 Uhr +++
+++ Demo-Start: Tutzing Bahnhof +++

Zugtreffpunkt München: 17:30

for more information, also in english look here!

Während der bayerische Innenminister Joachim Hermann am Freitag Abend den 16.06. 2017 um 20:00 Uhr seine menschenverachtende Politik im Rahmen der Sommertagung der Evangelischen Akademie Tutzing mit einem Vortrag – „Ziel und Praxis bayerischer Integrationspolitik“ ins rechte Licht rücken will, werden wir vor den Toren der Akademie gegen die zermürbende Abschreckungs- und Abschiebepolitik der Bayerischen sowie der Bundesregierung protestieren!

Kommt alle nach Tutzing und demonstriert mit uns für eine grenzenlose Zukunft ohne Mauern, Zäune und Abschiebelager!

Mehr Infos auf Facebook hier!

Mit solidarischen Grüßen,

Karawane München, Bayerischer Flüchtlingsrat & der Infobus*

Hier der Aufruf:

Seit Herbst 2015 gibt es in Manching/Ingolstadt und Bamberg Abschiebelager. Die offiziell als Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen (ARE) bezeichneten Lager werden von den geflüchteten Personen aus dem Westbalkan, der Ukraine und dem Senegal, die dort leben müssen, jedoch als Hühnerkäfige oder Gefängnisse beschrieben.

Das Bundesamt führt nach § 5 Abs. 5 AsylG, Asylverfahren in „besonderen Aufnahmeeinrichtungen“ nach § 30a AsylG im Schnellverfahren, d.h. innerhalb einer Woche durch. Dies betrifft Geflüchtete aus den sechs Westbalkanstaaten und dem Senegal. Das auch Personen aus der Ukraine dort zugewiesen werden, ist noch dazu rechtswidrig. Die abschreckenden und menschenverachtenden sowie zum Teil rechtswidrigen Bedingungen sollen die Betroffenen zermürben. Das Signal ist: Ihr seid hier unerwünscht und Eure Asylverfahren sind aussichtslos.

Bewohner*innen unterliegen einer verschärften Residenzpflicht. Sie werden isoliert und rund um die Uhr vom Sicherheitsdienst kontrolliert und beschattet. Sie haben kaum Zugang zu Sozial- und Rechtsberatung, dürfen nicht arbeiten und sind aufgrund fehlender Öffentlichkeit schutzlos den Behörden ausgeliefert. Kindern wird es schwer gemacht öffentliche Schulen zu besuchen, noch dürfen sie in den Kindergarten gehen.  Gesellschaftliche Partizipation ist für die dort lebenden Menschen Utopie.

Jeder Wille nach Integration, wie so oft von vielen Seiten gefordert, wird in den Abschiebelager von vorn herein gezielt im Keim erstickt. Wir finden es anmaßend und dreist, dass der bayerische Innenminister Joachim Hermann diese menschenverachtende Politik nun im Rahmen der Sommertagung der Evangelischen Akademie Tutzing vom 16. bis 18. Juni mit seinem Vortrag – „Ziel und Praxis bayerischer Integrationspolitik“ ins rechte Licht rücken will. Das einzige Ziel und die Praxis der bayerischen Integrationspolitik in den Abschiebelagern in Ingolstadt und Bamberg ist es die Menschen in Asylschnellverfahren pauschal abzulehnen und abzuschieben bzw. sie zur „freiwilligen“ Ausreise zu drängen. Ein individuelles Asylverfahren ist hier nicht ansatzweise gewährleistet. Die Praxis der bayrischen Asylpolitik besteht aus Isolation, Zermürbung und Verachtung.

Schluss damit! Wir verurteilen die zermürbende Abschreckungs- und Abschiebepolitik der Bayrischen sowie der Bundesregierung aufs Schärfste.

Für eine grenzenlose Zukunft ohne Mauern, Zäune und Abschiebelager!

Abschiebelager abschaffen! Jetzt!

Abschiebeflug nach Afghanistan verschoben, nicht abgesagt!!! — Kundgebung verlegt, nicht abgesagt!!!!

 

ACHTUNG ÄNDERUNG!
+++ Kundgebung +++
+++ Mittwoch, 31. Mai 2017, 19 Uhr +++
+++ Feldherrnhalle, Odeonsplatz München +++

Der geplante Abschiebeflug vom Münchner Flughafen heute Abend findet nicht statt. Das ist jedoch kein Grund zur Freude, denn der Flug wurde nicht etwa abgesagt, weil die Bundesregierung endlich eingesehen hat, dass Afghanistan kein sicheres Land ist, sondern er wurde „nur für heute“ und aus „Rücksicht auf Botschaftsangehörige“ der deutschen Botschaft in Kabul verschoben (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/anschlag-in-kabul-abschiebeflug-nach-afghanistan-verschoben-1.3528960)

Diese Begründung und dieses Vorgehen ist makaber und an Zynismus kaum zu übertreffen. Wir werden also trotzdem und gerade deswegen unseren Protest gegen Abschiebungen auf die Straße tragen, auch wenn der heute Abschiebeflug nun glücklicherweise, wegen des tragischen Anschlags in Kabul abgesagt wurde.
Wie dieser und viele vorherige Anschlag gezeigt hat, ist Afghanistan kein sicheres Land. Wir fordern die Bundesregierung und die bayerischen Behörden auf alle weiteren geplanten Abschiebungen nach Afghanistan zu unterlassen!

Die heute geplante Demonstration findet NICHT am Flughafen statt, sondern um 19 Uhr vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz.
Kommt zahlreich und lasst uns gemeinsam unseren Protest gegen die deutsche Abschiebepraxis lautstark Ausdruck verleihen.

Solidarität mit allen Geflüchteten,
Karawane München

Solidarität mit den Protestierenden in Ebersberg

Seit Montag dem 22.05 protestieren geflüchtete Menschen vor dem Landratsamt in Ebersberg, München gegen die Diskriminierung, Ungleichbehandlung und Abschiebung von Geflüchteten in Deutschland und fordern menschliche Lebensbedingungen sowie grundlegende Menschenrechte.

Die Karawane München solidarisiert sich mit den Protestierenden in Ebersberg und unterstützt deren Forderungen.

23.7.17 – Keine Abschiebung der Oromo-Flüchtlinge nach Äthiopien!

+++ Kundgebung +++
+++ Dienstag, 23. Mai 2017, 18 Uhr +++
+++ Festwochen Trudering, Wasserburger Landstraße 23 +++
 
Keine Abschiebung der Oromo-Flüchtlinge nach Äthiopien! Wir fordern eine bessere Integration in Deutschland!     

Anlässlich des Besuchs von Angela Merkel bei der Truderinger Festwoche am Dienstag den 23. Mai rufen Geflüchtete aus Äthiopien zu einer Protestkundgebung auf: „Wir fordern: Demokratie und Freiheit, inklusive Presse- und Meinungsfreiheit für das Oromo-Volk sowie für alle in Äthiopien unterdrückten ethnischen Gruppen.“

Die Aufrufenden sind Teil der Oromo Volksgruppe und viele von ihnen sind von einer Abschiebung nach Äthiopien bedroht. Die gefährliche Lage in Äthiopien insbesondere für die Oromos darf von der deutschen Bevölkerung und Regierung nicht unterschätzt werden. Das Oromo-Volk, die größte ethnische Gruppe in Äthiopien mit über 40 Millionen Menschen, leidet seit vielen Jahren unter den Diktatoren. Über 100.000 Oromos – Jugendliche, Intellektuelle, Geschäftsleute, Frauen und Kinder – sitzen im Gefängnis, weil sie für Freiheit, Gerechtigkeit, Recht auf Selbstbestimmung demonstrierten und ihre Stimme friedlich erhoben haben. „Wir, die Oromos verlangen unsere demokratischen Rechte, d.h. die Wiederherstellung unserer eigenen politischen Identität.“ Die Protestierenden fordern:

·      keine Abschiebung der Oromo-Flüchtlinge
·      eine bessere Integrationspolitik statt Abgrenzung
·      den friedlichen Protest der Oromo solidarisch zu unterstützen
·      ein Ende der Gewalt gegen friedliche Demonstranten
·      die Freilassung aller politischer Gefangener: Bekele Gerba, Dr. Merera Gudina usw.
·      die Einhaltung von Menschenrechten, Demokratie, Frieden und Rechtsstaatlichkeit
·      eine unabhängige Untersuchung des äthiopischen Regierungsverbrechens gegen die friedlichen Demonstrationen von Oromo und Amhara sowie der Irrecha-Massentötung am 02.10.2016 in Buschoftu.
·      keine Unterstützung an den Diktator und die faschistische äthiopische Regierung

Zeigt euch solidarisch und kommt! Schluss mit Abschiebungen!

Solidarität mit allen Geflüchteten!
Karawane München

Warning! 08. May 2017 – Deportation hearing of Senegalese authorities in Munich!

 

Dear all, on 

Senegalese officials will hold a mass hearing in Munich to identify Asylum seekers for the purpose of issuing travel documents to deport them to Senegal. We know that not only people, who fled from Senegal, but also people from other African countries could be summoned to go to the hearing!

Important information & warning here: english / français

Attention! 08. Mai 2017 – Audience de déportation des autorités sénégalaises à Munich!

Chers tous,

Des officiels sénégalais tiendront une audition de masse à Munich pour identifier les demandeurs d’asile avec le but de délivrer des documents de voyage pour les expulser vers le Sénégal. Nous savons que non seulement les gens, qui ont fui le Sénégal, mais aussi des personnes d’autres pays africains pourraient être convoqués pour aller à l’audience!

Plus d’informations se trouvent ici:  français / english

Zeichnet den Welcome United Aufruf / Sign the Welcome United Call

—-english below—–

Liebe Freund*innen,

am 16. September – eine Woche vor der Bundestagswahl – gehen wir in
Berlin gemeinsam auf die Straße. Für bedingungslose Solidarität – für
das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben: We’ll come united! Zwei
Wochen vorher, am zweiten Jahrestag des „March of Hope“, wollen wir mit
einem dezentralen Aktions- und Eventwochenende unsere ganz eigene heiße
Phase des Wahlkampfs einleiten. Wir wollen richtig viele werden, so
viele wie möglich, so viele wie wir wirklich sind. Wir wollen
unübersehbar sein und das Selbstverständliche sagen, das Einige im
Moment zu vergessen scheinen: Solidarität und soziale Rechte kennen
keine Grenzen.

Hier findet Ihr unseren Aufruf und eine erste Liste von
Unterstützer*innen. Wir bitten Euch, diesen Aufruf ebenfalls zu
unterschreiben – bis zum 12. Mai mit einer E-Mail an wellcomeunited@gmail.com.

In den Tagen danach starten wir mit einem offiziellen Kick-off unserer
Initiative. Weitere Infos erhaltet Ihr in Kürze.

Let’s come united!

—–

Wer soll unterschreiben?

Es sollen alle mitmachen, denen Solidarität und Antirassismus wichtig
sind. Egal, ob politische Gruppen, Cafés, Clubs, Willkommensinitiativen
oder Einzelpersonen: Alle sind eingeladen und aufgefordert, zu
unterschreiben und dabei zu sein.

Wer ist wir?

Wir sind eine offene Initiative von Personen aus verschiedenen sozialen,
antirassistischen und politischen Netzwerken. Hinter uns stehen keine
großen Organisationen und keine Parteien. In den nächsten Monaten wird
es für alle, die möchten, zahlreiche Gelegenheiten der Mitarbeit geben.

Was ist am 16.9. geplant?

Wir planen – gemeinsam mit dem Berliner CommUNITY-Carnival –  eine große
Parade in Berlin: Demo, Zug, Karneval, Theater, Musik. Wir wollen unsere
Geschichten auf den Straßen sehen, den Ungehörten Gehör verschaffen und
unsere Forderungen in die öffentliche Debatte bringen. Der Karneval ist
ein fantasievoller Ort der Gemeinschaft gegen Rassismus, gegen die
Entrechtung und Entmenschlichung von Geflüchteten. Eine Woche vor der
Wahl gehört für uns dazu auch, auf bestimmte Symbole zu verzichten  –
wie beispielsweise Parteifahnen und Nationalflaggen. In Kürze gibt es
Informationen zur aktiven Beteiligung an der Konzeption und am Tag selbst.

Was könnt Ihr tun?

Unterschreibt den Aufruf und leitet ihn weiter! Überlegt Euch was für
das die ersten beiden September-Wochen auf lokaler und regionaler Ebene:
Bahnhofshappenings, Theater, Aktionen, Filme oder Veranstaltungen –
alles ist willkommen! Und dann am 16. September: Alle nach Berlin.
Beteiligt Euch an der Mobilisierung und organisiert eine Anreise in
Konvois, Bussen oder gar „Trains of Hope“!

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Dear friends,

we will take the streets on the 16th of September, one week before the
German elections – we’ll come united for unquestioning solidarity, for
the right to come, to go and to stay. Two weeks ahead, on the second
anniversary of “March of Hope”, we will begin our very own pre-election
campaign of decentralized actions and events. We are going to be many,
as many as possible, as many as we really are. We will be there,
visible, saying the evident, which some seem to forget nowadays:
Solidarity and social rights know no borders.

Here you will find our call and the list of first supporters. We
kindly ask you to sign the call – just send us an email to
wellcomeunited@gmail.com until the 12th of May.

Few days after that, we will publicly start the initiative with an
official kick-off. More infos will follow shortly.

Let’s come united!

——
Who should sign?

Everyone who cares about solidarity and antiracism is welcome to
participate. Political groups, cafes, clubs, welcoming initiatives or
single persons: all of you are invited to sign and to join.

Who’s calling?

We are an open initiative of people from different social, antiracist
and political networks. There are no big organizations or parties behind
this project. There will be a plenty of work to do and everyone is more
than welcome to join and work with us.

What is going to happen on the 16th of September?

Together with the CommUNITY Carnival initiative in Berlin we are
preparing a big parade. A demonstration, a procession, a carnival.
Theater, music, arts. We want to share our stories in the streets, want
to hear the unheard voices, want to introduce our perspectives and our
demands into the public debate. The carnival is a place to express unity
against racist attitudes, against objectification and de-humanization of
migrants and refugees. The parade is conceived as a platform for as many
activist groups as possible to come together — to create strong stories,
images and experiences of solidarity and hope! One week before the
election this also means for us: there will be no national flags or
party’s flags.

Want to contribute?

Sign the call and spread it! Get creative, invent some ideas for first
days of September in your area: it could be a happening at your local
rail station, a theater performance, actions, films, events – every
single thing is great, until we all hit the road to Berlin on the 16th
of September. Join the mobilization and organize your joint travel to
Berlin – in a convoy, by bus or maybe even with a “Train of Hope”…