Dub inna Olga**

Hallo hallo,

heute noch kräftig feiern gehen, morgen bei uns chillen!
Ab 17 uhr wird inna olga Dub aufgelegt,
natürlich gibt es auch wie gewohnt essen ab 8 und danach kneipe!

auf gehts, wir freuen uns auf euch!!
eure OLGA

Westend Nachrichten Nr. 5 erschienen!

Die Zeitung liegt wie immer in Läden, Kneipen und Einrichtungen im Viertel aus
und findet sich außerdem hier

Fr 18.5.: Kaput Krauts + Braindead + Astpai

Süß!

Kaput Krauts (Punk, Pott/Berlin)
Kaput Krauts sind derzeit wohl eine der gefragtesten deutschsprachigen Punkbands, und das zu Recht.
Wütender, rotziger Hardcorepunk mit intelligenten und zynischen Texten, dazu ausgefeilte Gitarrenarrangements und Melodien. Das ganze wird mit einer ungeheuren Authentizität vorgetragen, die Gänsehaut verbreiten kann.

Braindead (Skacore, Hamburg)
3 Menschen-Skacore aus Hamburg zwischen kraftvollem Hardcorepunk und ausgedehnten Dub-Parts. Richtung Choking Victim oder Operation Ivy…

Astpai (Punk, AT)
Melodic Punk/Hardcore aus Österreich. Think of None More Black meets Angus Young meets Dan Yemin, never lacking a sense in melody and sing-a-longs.

Nie wieder Sauerkraut! McDonald’s now!

Auch dieses Jahr bläst die „Volksinitiative für eine geschmackvolle Zukunft des Westends“ wieder zur Massendemonstration für einen McDonald’s im ehemaligen Münchner Arbeiterviertel. Die Sprecherin des Vorbereitungsplenums, Kiyra Papadopoulos, gewährt Einblicke in den Stand der Moblisierung. Das Interview führte Schlamassel Muc.


Geht doch: McDonals’s inmitten der israelischen Wüste

Hallo Kiyra. Nürnberger Wurstexperten beklagen, dass iranische Exporteure die Preise für Schafssaitling und Pistazien erhöhen. Das habe starke Auswirkungen auf das Preisniveau der Nürnberger Bratwurst und womöglich auf die Mortadella. Ist auch eine Verteuerung des McDonald’s-Sortiments zu erwarten?

McDonald’s ist als antifaschistische kulinarische Alternative von der Politik der Islamischen Republik Iran unabhängig und das wird – inshallah – auch so bleiben.

Im Vorbereitungsplenum der Volksinitiative herrscht offenbar Uneinigkeit. Laut Medienberichten drohen die „Dinkelbrot Haters“ angeblich gar damit, dem Bündnis ihre Gefolgschaft zu verweigern. Wie ist der aktuelle Stand der Debatte?

Das Aktionsbündnis, das die Volksinitiative organisiert, begann dieses Mal zum Glück früh damit, sich regelmäßig zu treffen. Trotzdem und trotz der jahrelangen Routine kam es zu unstrukturierten und unnötig bremsenden Diskussionen etwa über das Plakatmotiv, wichtige organisatorische Dinge wie das Fronttransparent wurden sehr spät thematisiert. Die „Dinkelbrot Haters“ hatten Anfangs das Cafe „Mareis“, dann das EineWeltHaus im Auge, obwohl zweiteres garnicht im Westend liegt. Heute herrscht in dieser Kernfrage aber ein unverbrüchlicher Konsens: Die neue McDonald’s-Filiale im Münchner Westend soll an der Stelle des Burschenschaftshauses in der Schwanthalerstraße entstehen. Alle anderen Varianten sind vom Tisch.

Zahlreiche kommunistische Gruppen sind Teil der Volksinitiative. Ist es mittlerweile auch gelungen, Teile des bürgerlichen Lagers mit in die Massendeligationen einzubeziehen?

Wir sind auf das bürgerliche Lager gar nicht angewiesen. Das Proletariat kauft bei McDonald’s und scheut den Bioladen oder die Vokü ehedem. Allerdings haben Teile der Friedensbewegung nun auch bemerkt, dass in Ländern mit einer McDonald’s-Filiale in der Regel Frieden herrscht, jeder BigMac ein Schritt in Richtung Frieden ist. Der Vorstand der IG Metall in Frankfurt signalisierte uns aber bereits, „wir sind froh, wenn die Spacken nicht mitmachen.“

Für gewöhnlich sind die Proteste der kulinarischen Bewegung im Westend entschlossen, phantasievoll, vielfältig und laut. Welche Aktionen sind dieses Jahr geplant? Wieviel Dezibel sind zu erwarten?

Neben vielfältigen Aktionen wird es wieder ein „Würfeln um die Wurst“ auf dem Gollierplatz geben. Die Verlierer müssen dieses Jahr fünf Nürnberger und einen Schöpfer Sauerkraut essen.

Die Massendemonstration für einen McDonald’s im Westend im letzten Jahr kann als erfolgreich bezeichnet werden. Gibt es schon erste Signale aus der Konzernzentrale, den Forderungen der Volksinitiative zu genügen?

Ein McDonald’s entsteht nur in Ausnahmefällen nach dem sogenannten Top-Down-Prinzip. Im Regelfall handelt es sich um das entschlossene Engagement von Einzelnen oder emanzipierten Kollektiven (Anm.: siehe Foto), Graswurzel-Initiativen, die sich vor Ort stark machen und einen McDonald’s gründen. Das wäre halt am Ende zu leisten. Darum geht es uns.

Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast.

Weiterlesen:
„Für eine geschmackvolle Zukunft des Westends“ (Demonstration 2011″)

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Schee aber bissl unwürdig

Wieder einmal kam es anläßlich des Achten Mai, dem 67. Jahrestag der Niederschlagung des deutschen Faschismus zu Diskussionen darüber, ob beim Feiern und Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus das Tragen der Nationalflaggen der Alliierten und Israels in Ordnung sei.

8. Mai 1945 in Berlin (Foto via ambivalenz.blogsport.de)

Bei der Befreiungsfeier am Münchner Rindermarkt wiesen die Veranstaltenden mehrfach darauf hin, dass "wir im antifaschistischen Stadtplenum den Konsens haben", keine Nationalfahnen auf der Demonstration zuzulassen. Eine Gruppe Antifaschist_innen sah dies anders und kam mit USA-, Royal Air Force- und Israelfahnen zur Feier. Schlamassel dazu:

"Eine etwa zwanzigköpfige Gruppe entschied sich allerdings entgegen dem kommunizierten Konsens der „Befreiungsfeier“ dazu, mit den Fahnen der Alliierten aufzuschlagen, um an sie zu erinnern. Laut einem Schlamassel Muc vorliegenden Bericht wurde diese Gruppe nach ihrem Erscheinen erst „höflich“ dann „rauer“ zum Ablegen der Fahnen aufgerufen. Andere Teilnehmende äußerten der Gruppe gegenüber, dass es zwar „nicht ok“ sei, würde jemandem der Fahnen wegen „aufs Maul“ gehauen; Schuld hätte sie im Fall des Falles aber selbst."

Nach einigem Hin und Her, bei dem Beschimpfungen nicht, Handgreiflichkeiten aber ausblieben, konnte die Gruppe am Ende der Demonstration mitlaufen und erhielt am Gärtnerplatz einen eigenen Kundgebungsplatz.

Es erscheint tatsächlich erstaunlich, dass Antifaschist_innen, die bei einer Befreiungsfeier das Ende des deutschen Faschismus 1945 feiern und dabei in (teils sehr guten) Redebeiträgen auch jenen Opfern des Nationalsozialismus gedenken, die gegen die Deutschen gekämpft hatten, bei einem solchen Gedenken keine Fahnen der Alliierten als Symbole und Hoheitszeichen der Befreier_innen dulden wollen.

Es waren nicht die Geschwister Scholl, nicht die nationalistischen "Attentäter vom 20. Juni", leider auch nicht die deutschen Kommunist_innen und Sozialist_innen / Sozialdemokrat_innen und eben schon gar nicht die "ganz normalen Deutschen", die der deutschen Barbarei ein Ende setzten.

Es waren - neben einigen (gerne gelobten) Partisan_innen - vorallem britische, französische, sowjetische und us-amerikanische Soldat_innen, die der deutschen Barbarei ein Ende setzten. Bis zu 15 Millionen Alliierte, vorallem russische Soldat_innen verloren im Kampf gegen das deutsche NS-Regime zwischen 1940 und 1945 ihr Leben.

Mehr Text zwischen den Farben!
Insofern kann die Aktion der Flaggenträger_innen beim 8. Mai als Zeichen des Dankes und im Gedenken an diese Opfer verstanden werden. Selten erscheint die Präsenz der Flaggen sinnvoller. Am Rindermarkt fehlten die Trikolore und die Rote Fahne der UdSSR. Dafür waren die der USA und der Royal Air Force mehrfach vertreten. Ob es daran liegen mag, dass "insbesondere die Fahne der USA [...] provozierend" (schlamassel) wirkte - wirken sollte?

Mangels inhaltlicher Beiträge (etwa in Form von Flyern) blieben leider die Fahnen als alleiniges Statement der Gruppe übrig. Das ist an sich in Ordnung, doch konnte sich bei dem ganzen Pro- und Contra-Fahnen-Gezeter der Verdacht aufdrängen, es handele sich hier nicht allein um die Gestaltung einer "Befreiungsfeier", sondern (auch und nicht zuletzt) um Spass an der Provokation.

Wenn sich jedoch die Auseinandersetzung nur noch um die Frage "Fahne oder nicht" dreht, fällt es schwer, von einer "würdigen Erinnerung am Tag der Befreiung in München" zu sprechen. Es ist absurd genug, dass das "antifaschistische Stadtplenum" die Zeichen der Befreier_innen nicht auf ihrer Befreiungsfeier haben will. Es wird aber kaum besser, wenn sich jene, die genau diesen Befreier_innen gedenken wollen, auf so ein unwürdiges Fahnengezerre einlassen und sich dabei auf diese Flaggen reduzieren.

Mi. 16.5. Scheisse Minelli + Botox Combo

SCHEISSE MINELLI
„Alte Schule-Hardcore kalifornischer Achtziger-Machart.“

BOTOX COMBO
„Headbanging Punkrockers jamming on AC/DC and Black Sabbath.“

Deutlicher Protest gegen "Lebensschützer"

Bei miesem Wetter und unter lautem Protest zogen christliche Abtreibungsgegner_innen durch München

150 bis 200 christliche Fundamentalist_innen zogen am vergangenen Samstag bei einem "Gebetszug 1000 Kreuze für das Leben" vom Sendlinger Tor zur Isar, um gemeinsam Frauen das Selbst auf Selbstbestimmung abzusprechen und Abtreibungen als "Kindesmord" zu geißeln. Aufgerufen hatte die reaktionäre und gut organisierte Splittergruppe "Euro Pro Life", die im Münchner Westen in einem so genannten "Mutterhaus" residiert.

Das reaktionäre Weltbild der selbsternannten "Lebensschützer" begründet sich aus der Bibel, so das "Antisexistische Aktionsbündnis München (asab_m)":

"Gemäß der Schöpfungsgeschichte gehen sie von einem zweiteiligen Geschlechtermodell aus, in welchem die Frau dem Mann untergeordnet ist und alle Sexualitäten und Beziehungsformen jenseits der heterosexuellen Ehe bekämpft werden. Mutter zu sein ist in diesem Weltbild göttliches Schicksal von Frauen. Abtreibung ist somit für die Lebensschützer durch nichts zu rechtfertigen.
Immer wieder kommt es zu holocaustrelativierenden Vergleichen, wie etwa durch den Begriff Babycaust. Zudem argumentieren sie, dass in Europa zu wenig Kinder für den Selbsterhalt des Volkes geboren würden.

[...]

In solchen antifeministischen, sozialchauvinistischen und rassistischen Diskursen werden Frauen zu Gebärmaschinen degradiert. Sie sollen im Dienste staatlicher Bevölkerungspolitik handeln, für die nur die Kinder erwünscht sind, die dem Staat vermeintlich nützen. "

Bereits vor einigen Tagen hatten feministische Aktivist_innen das "Mutterhaus" im Westend mit Farbbeuteln bedacht, auf den Marsch von "Euro Pro Life" aufmerksam zu machen.

Am Samstag protestierten nun trotz miesem Wetter etwa 70 Feminist_innen und Antisexist_innen laut und deutlich gegen die reaktionäre Gruselveranstaltung, wurden jedoch von der zahlreich anwesenden Polizei auf Abstand gehalten, so dass auch Blockaden nicht möglich waren.

Anders als im vergangenen Jahr, als Polizist_innen bei den Protesten 'zig Antisexist_innen festnahmen, zeigten die Beamt_innen mehr Zurückhaltung. Möglich, dass der Rüffel der Staatsanwaltschaft wegen "oberflächlichen" und "irreführenden" Ermittlungen der Münchner Polizei hier Wirkung gezeigt hat. Dennoch wurden etwa drei Aktivist_innen vorübergehend festgenommen.

Gegen die "1000-Kreuze-Märsche" finden seit einigen Jahren Proteste statt, siehe unten.

rabatz 2012-05-14 08:41:49

Sa, 19.05.2012 | 14:30 Uhr: @ Hauptbahnhof Bad Reichenhall (nicht Bahnhhof Kirchberg): antifaschistische Demonstration „Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“

Treffpunkte für eine gemeinsame Anreise zur Demo in Bad Reichenhall:

Linz: 9:00 Uhr Hauptbahnhof (am Infopoint)

München: 11:15 Hauptbahnhof (Große Anzeigetafel)

Rosenheim: 12:15 Bahnhof Rosenheim

Salzburg: 11:50 Uhr Hauptbahnhof Salzburg (in der Schalterhalle)

Traunstein: 12:50 Bahnhof Traunstein (vor dem Bahnhof)

Den Aufruf gibt es HIER, weitere Infos auf: www.badreichenhall.tk

 

Gemeinsame Zugfahrt nach Bad Reichenhall

Auch nach der Demonstration des Bündnis Rabatz im vergangenen Jahr haben sich die untragbaren Zustände in Bad Reichenhall wenig verändert. Deshalb wird es am Samstag den 19.05.2012 unter dem Motto „Wo die Zeit Urlaub macht – Für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Bad Reichenhalls“ auch in diesem Jahr ein antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall geben. Hierfür wird es auch einen Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise aus München geben:


Zugtreffpunkt: Samstag, 19.05.2012, 11.15 Uhr, Hauptbahnhof (Große Anzeigetafel)

Free Pussy Riot!

Vortrags- und Diskussionsabend des asab_m zur Repression gegen „Pussy Riot“ am 30. Mai (ab 21h) im Mittwochskafe des Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102). Es sprechen unter anderem Olga A. Reznikova (freepussyriot.org). Im Anschluss gibt’s feministische Punkmusik!

Ankündigungstext zum Vortrag:

Free Pussy Riot
„Mutter Gottes, sei Feministin!“

Am 21.Februar 2012 erregte die Band „Pussy Riot“ mit einer Performance in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale und der darauf folgenden Verhaftung großes Aufsehen. Nachdem die Untersuchungshaft vorerst bis zum 24.Juni 2012 verlängert wurde, droht den Aktivist_innen, die sich in der Tradition des feministischen Riot Grrrl Movements und der französischen Situationist_innen sehen, bis zu sieben Jahren Haft. Während die deutsche Presse die Aktionen von Pussy Riot auf eine reine Anti-Putin Bewegung reduziert, möchte der Vortrag die feministischen, antisexistischen und antiautoritären Inhalte des Kollektivs in den Vordergrund und die Repression in einen gesellschaftlichen Zusammenhang stellen.

„Gay-Pride ist in Ketten nach Sibirien geschickt worden“ singen Pussy Riot.

Denn inzwischen wurde bereits in vier Städten Russlands, darunter St.Petersburg, die „Propaganda der Homosexualität“ kriminalisiert. Derzeit liegt der Duma (entspricht dem Parlament) ein entsprechender Gesetzesentwurf für ein landesweites Verbot vor. Während der letzten Maidemonstrationen wurden mehrere dutzend Aktivist_innen mit LGBT Symbolik in St. Petersburg verhaftet. Zudem hat in Russland besonders in den letzten Jahren die orthodoxe Kirche immer mehr Einfluss gewonnen.

„Um den Heiligsten nicht zu betrüben/Müssen Frauen gebären und lieben.“

Die ohnehin schon stabile Männerdominanz wird verfestigt und mit neuen gesetzlichen repressiven Praxen ausgestattet. So gewinnt die Idee des Abtreibungsverbots in Russland immer mehr Resonanz in der Regierung und es besteht eine realistische Gefahr, dass ein entsprechendes Gesetz von
der Duma verabschiedet wird. Aus diesem aktuellen Anlass möchten wir nach dem Vortrag mit euch diskutieren, wie queere und feministische Kämpfe und die von Repression betroffenen Aktivist_innen in Russland und anderswo unterstützt werden könnten.