Fr. 22.11.: Personal Best + Kermes

Personal Best (Brokenheartrock, Bristol)
Classic rock for tragic lesbians

Kermes (eight-legged pop monster, Leicester)
Agit-Pop Indiepunx

Offen ab 20 Uhr

Drag Show! (sa, 30.11.)

Yea!

Trotz Winterpause laden wir ein zu diesem Samstags Special:

Lasst euch verzaubern von der PipiDRAGostino Gala, dem Frühlingsmärchen, das alle Normen und Grenzen sprengt. Von starken Muskeln zu erotischen Performances, Just aaahhhhh, Uschi vom Späti, Kev, Hans Schwänz, Frau Knospe, Butt Spanker, Lucky und Lustav Glanz haben sich vereint um der Welt das Glitzern zurückzubringen.

Klingt gut? Klingt hypergalaktisch geil!
Also kommt vorbei und bringt eure Liebsten mit! Ab 20 Uhr im Glas-Palais!

Bussi Baba
eure *lga

Do. 21.11. 3D-Kafe: Kapitalismus und Wohnen

Disziplinierung, Regulierung und Normalisierung durch die Ordnung des Wohnens

Veranstaltung mit Jürgen Mümken

Die Industrialisierung und die demographische Entwicklung im 19. Jahrhundert stellten die Gesellschaften vor neue Probleme. Es wurde eine neue Ordnung des Raumes und des Wohnens notwendig. Die Neuordnung des städtischen Raumes und der Wohnung richtete sich auf eine Disziplinierung der Individuen, eine Regulierung der Variablen der Bevölkerung (Geburtenrate, Krankheitsstand und Sterblichkeitsrate) und der Ströme (Ware, Kapital, Arbeitskräfte) und eine Normalisierung. Dazu gehören u.a. die Diskurse über Hygiene, Wohnungsgrundrisse und Siedlungsformen. Die Frage danach, wie Menschen in welchen Räumen leben sollen, beinhaltet aber mehr:

„Beim Problem der Menschenunterbringung geht es nicht bloß um die Frage, ob es in der Welt genug Platz für den Menschen gibt – eine immerhin recht wichtige Frage, es geht auch darum zu wissen, welche Nachbarschaftsbeziehungen, welche Stapelungen, welche Umläufe, welche Markierungen und Klassierungen für die Menschenelemente in bestimmten Lagen und zu bestimmten Zwecken gewählt werden sollten“ (Michel Foucault).

Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich der Städtebau und der Wohnungsbau bis in die heutige Zeit. Die (post-)moderne Stadt ist eine Stadt der Bewegung, d.h. zwangsläufig auch der stetigen Veränderung. Es gibt nicht „die“ kapitalistische Stadt und „das“ Wohnen im Kapitalismus, sondern die Stadt und das Wohnen sind ständigen Akkomodationen (Anpassungen) an die ökonomischen, gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Entwicklungsdynamiken ausgesetzt.

In dem Vortrag sollen auf die Zusammenhänge von Wohnen und Kapitalismus eingegangen werden, wie wirkte die kapitalistische Entwicklung und die verschiedenen kapitalistischen Formationen auf das Wohnen ein. Das Neue Bauen, der 1920er Jahre wird häufig nur in Zusammenhang mit Ästhetik oder sozialen Reformen im Wohnungsbau behandelt, dabei kann gerade hier die Disziplinierung, Regulierung und Normalisierung durch die Ordnung des Wohnens verdeutlicht werden. Über diese Verknüpfung soll auch die Rolle von sozialen Kämpfen in Stadtteilen und um (Wohn-)Räume für die kapitalistische Stadt dargestellt werden.

Für veganes Essen und kalte Getränke ist wie imer gesorgt.
Einlass ab 20 Uhr, Beginn Vortrag 21 Uhr

Wer hätte das gedacht …

s. dort:
https://digitalcourage.de/blog/2019/datensammlung-und-diskriminierung

Mi. 20.11. Das scharfe Nudeln Kafe

Das Mittwochskafe kocht einen auf. Es gibt Dan Dan Mian, Nudeln mit viel Chilli und Sichuanpfeffer – zubereitet in gewohnt guter Mittwochskafequalität. Kommt hungrig!

Putsch in Bolivien

- Harald Neuber bei telepolis: https://www.heise.de/tp/features/Warum-es-in-Bolivien-einen-Putsch-gab-4...
- gutes Video, auch mit Morales vor der UN ... (engl., sorry): https://invidio.us/watch?v=fdovnOeBR_0 ... und interessanter Analyse der Auszählung vor dem Putsch!
- junge Welt ...

Not about us without us!

Veranstaltung mit den Aktivistinnen Esther Utjiua Muinjangue und Sima Deidre Luipert aus Namibia. Am 12.12.2019 um 19.30 im Saal des Münchner Stadtmuseums

Protest of OvaHerero and Nama representatives and activists in Berlin, 16.10.16
Protest of OvaHerero and Nama representatives and activists in Berlin, 16.10.16

Deutschlands kolonialer Genozid 1904-08 im heutigen Namibia betraf neben den widerständigen Männern besonders auch Frauen und Kinder, die in der Omaheke/Kalahari Region verdursteten oder in Konzentrationslagern zu Tode gequält wurden. Die prominenten Ovaherero- und Nama-Aktivistinnen Esther Utjiua Muinjangue und Sima Deidre Luipert berichten über den opferreichen Widerstand der Frauen und über ihre Rolle im anhaltenden Kampf für eine Anerkennung des Völkermords durch den Deutschen Bundestag. Sie erklären, warum die direkt vom Völkermord betroffenen Gemeinschaften von Deutschland eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung verlangen. Esther Utjiua Muinjangue ist Vorsitzende der Ovaherero Genocide Foundation (OGF) und Präsidentin der Partei National Unity Democratic Organisation (NUDO) und Sima Deidre Luipert ist Menschenrechtsaktivistin und Vizevorsitzende des Genocide Technical Committee der Nama Traditional Leaders Association (NTLA).

Wellental III (fr, 15.11.)

guten morgen: hier haben wir mal eine mobile Ausstellung zu Gast! seid gespannt, greezt olga

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung!

Wellental III
Mirei Takeuchi

Freitag den 15.11.2019, 18:00-22:00

Ausstellungsdauer von 16.11. bis 15.12.2019.
Der Mobile-Ausstellungsraum 508 D befindet sich in den Straßen des Lehel und ist ganz täglich zu besichtigen.

http://www.steckstuhl.de
Newsletter: 508@stecktuhl.de

nicht so heimlich …

mein Stichwort des Tages:

"Heimliche Entmündigung"

siehe https://muendigkeit.digital/#was_ist_muendigkeit"

(oder .. doch nicht so heimlich?)
#DigitaleMündigkeit

Feindbestimmung

Diesen Beitrag über rechten Terror haben wir der 124. Ausgabe des Antifaschistischen Infoblattes beigesteuert. Wir haben ihn anlässlich der Ermordung von Walter Lübcke verfasst. Das Magazin erschien wenige Tage vor dem Anschlag in Halle.

»Merkel, the mother of all things anti-white and anti-germanic, is top of the list. Few have done more to damage and racially cleanse Europe of its people« – so schrieb es der australische Rechtsterrorist Brenton Tarrant, der am 15. März dieses Jahres im neuseeländischen Christchurch in zwei Moscheen 51 Menschen erschoss. Seinem Manifest gab er den Titel »The Great Replacement«. Knapp ein halbes Jahr zuvor ermordete der US-amerikanischen Rechtsterrorist Gregory Bowers in Pittsburgh elf Menschen, die in einer Synagoge am Shabat-Gottesdient teilnahmen. Wie Tarrant war auch er überzeugt, ein Genozid gegen die »weiße Bevölkerung« sei im Gange, verantwortlich dafür, so schlussfolgerte er im antisemitischen Wahn sei eine »jüdische Verschwörung«.

Schlussstriche und andere Kurzschlüsse

Nachdem bekannt wurde, dass es der Neonazi Stephan Ernst war, der den CDU-Politiker und Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke durch einen Kopfschuss hingerichtet hatte, twitterte Peter Altmaier, Wirtschaftsminister und CDU-Parteifreund Lübckes: »Wenn die Berichte zum Fall #Lübcke zutreffen, dann war es ein kaltblütiger rechtsextremer Mord. Das haben wir seit den NSU-Morden nicht mehr für möglich gehalten.« Während viele Parteifreund_innen des Ermordeten einfach schwiegen oder aktiv an der Rechtsverschiebung mithalfen, hatte Altmaier eine naheliegende Assoziation: die Morde des NSU. Doch »seit den NSU-Morden« – und hier setzt Altmaiers Erkenntnis wieder aus – habe man dies nicht mehr für möglich gehalten. Altmaier verfängt sich in der Logik des Schlussstrichs: nach dem NSU – Uwes tot, Zschäpe hinter Gittern – hätten wir das nicht mehr für möglich gehalten. Wir hingegen schon, möchte man ihm entgegnen, wir, die wir den Schlussstrich nicht gezogen haben. Denn wenn es einen Schluss gab, den man aus dem NSU-Komplex ziehen musste, dann wohl diesen: dass die Gefahr durch rechtsterroristische Netzwerke nach dem NSU nicht vorüber ist – im Gegenteil. (weiterlesen)