IMI-Kongress: … An allen Fronten – Auf allen Ebenen!

zum Bericht vom 22. IMI-Kongress

Der 22. Kongress der Informationsstelle Militarisierung fand, dieses Jahr etwas später als gewohnt, vom 7. bis 9. Dezember 2018 wie immer in Tübingen statt. Thema war – die Debatte um das 2%-Ziel der NATO aufgreifend – Deutschlands Aufrüstung „auf allen Ebenen und an allen Fronten“. Neben dem steigenden Verteidigungshaushalt und Großprojekten aus der Rüstung wurde die intensivierte Aufrüstung auch in Bereichen der Polizei, der Forschung, der Infrastruktur und der Flächennutzung reflektiert.

Die Abendveranstaltung zur „EU auf dem Weg zur Rüstungsunion“ wurde kurzfristig in einen von Aktivist*innen und Studierenden angeeigneten Hörsaal verlegt. Der Hörsaal war eine Woche zuvor im Anschluss an eine Demonstration gegen den Forschungscampus „Cyber Valley“ besetzt worden, an dem auch die Rüstungsindustrie beteiligt ist. Zu den Forderungen der Besetzenden gehört u.a. eine Zivilklausel für die gesamte Stadt.

Letzteres ist auch ein Beispiel dafür, wie sich der Kongress diesmal mit lokalen Aktivitäten vernetzte.

Eine Zusammenschau des Kongresses ist natürlich am besten bei der IMI selbst nachzulesen ...

Lühr Henken beim Friedensratschlag 2019

Sa. 15.12. Escape Reality: Lesung mit Leo Fischer und Party

5 Jahre de|con|struct reality!

Lesung mit Leo Fischer und anschließende Party!
Hiphop, Techno, Tortenbuffet!

Markus Söder: Gottes Werk und mein Beitrag

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist ein Mysterium – für die Welt, für seine Parteigenossen, für sich selbst. Was treibt diesen Mann an, der in Shrek-Kostümen Hatz auf Ausländer macht und allen Hartz-IV-Abhängigen Kruzifixe in die Wohnstuben hängen will?

In dieser ersten unautorisierten und komplett von TITANIC-Autor Leo Fischer gefälschten Autobiografie klärt Söder auf: über seine Herkunft, sein Werden und Wirren – und gibt einen Ausblick auf weitere tausend Jahre CSU-Herrschaft in Bayern.

„Vor allem aber soll dieses Buch helfen, zu verstehen, dass ich trotz aller Erfolge immer noch der Markus geblieben bin. Der Markus aus Nürnberg. Und nicht etwa Birgit aus Fulda. Das ist mir wichtig. Das wird auch immer so bleiben. So wahr ich Gott helfe.“

Acts:

SARA (Hip Hop)

LUTEMA (Techno/House)

STAANA (Techno)

TOBI (Techno)

WUT KOLLEKTIV (Electro)

Fr. 14.12. Soliparty mit Gypsy Mafia + Dollars for Deadbeats, Migrationshintergrund Augsburg + Guerilla System

Soliparty der Kampagne Antifa in die Offensive:

AfD-Parteitage, Pegida, Chemnitz, PAG… 2018 war ein anstrengendes Jahr für Antifaschist*innen. Trotz allem wollen wir den Abschluss dieses Jahres gemeinsam mit Gypsy Mafia (161% Boom Bap, Zrenjanin), Dollars for Deadbeats (Westcoast-Punkrock, München), Migrationshintergrund Augsburg (Hip Hop/Reggaeton, München) und Guerilla System (Hip Hop, München) feiern. Offen um 20 Uhr im Kafe Marat.

… auf Grundlage raunenden Geheimdienstverdachts

"Dass wichtige politische und zunehmend auch ökonomische Entscheidungen nicht auf der Basis von Fakten, sondern auf der Grundlage raunenden Geheimdienstverdachts begründet werden, wird mittlerweile zum Standard der westlichen Mächte in zentralen Fragen der internationalen Politik .."
von dort

Do. 13.12. C-Kafe: Zur Räumung der Isar-Brücken

Am Donnerstag spricht die Initiative für Zivilcourage über die Räumung der Isar-Brücken, über die allgemeine Situation von Wohnungslosen und prekarisierten Menschen aus osteuropäischen Ländern, sowie über ihre Arbeit

Viele der Menschen, welche unter den Isar-Brücken leben, kamen im Rahmen der EU-Freizügigkeitsregelung aus osteuropäischen Staaten nach München; die meisten befinden sich nicht in legalen Beschäftigungsverhältnisses und haben daher weder gesetzlichen Arbeitsschutz noch Anspruch auf Soziallleistung oder sind ohne regelmäßige Arbeit. Zugleich sind sie, wie viele andere in prekärer rechtlicher Situationen Lebende, Teil der ‚industrielle Reservearmee‘, welche oftmals für undokumentierte oder extrem schlecht bezahlte Arbeit herangezogen wird. Manche sind nicht in München gemeldet, sodass ihnen das Wohnungsreferat der Stadt keine solche zu Verfügung stellt. Häufig sind sie auch betroffen von Repression und Kontrollen durch die Polizei und die kommunale Sicherheitswacht. Einerseits sind sie für die anderen Bewohner Münchens weitgehend unsichtbar, andererseits sind sie beteiligt an der (Re)Produktion des Reichtums dieser Stadt, von welchem sie jedoch durch die repressive Politik der Stadt ausgeschlossen werden. Diese Politik trifft nicht allein die (ehemaligen) Bewohner der Isar-Brücken, sondern auch viele anderen Menschen aus osteuropäischen Staaten. Auch wenn sie als neue EU-Bürger*innen Freizügigkeit genießen, arbeiten sie aufgrund von Diskriminierungen am Arbeitsmarkt oft unter schlechten Bedingungen und müssen oft kämpfen und streiken, um ihre Arbeitsrechte und Lohnforderungen durchzusetzen, auch ihr Anspruch auf Sozialleistungen wird systematisch untergraben.
Der disziplinierende und zugleich unsoziale Charakter der städtischen Politik zeigt sich auch darin, welche Alternative zu den Brücken die Stadt München den Wohnungslosen bietet. Als Ausweichquartier stellt die Stadt für die Betroffenen Räume in der Bayernkaserne zur Verfügung. Viele derjenigen, die jetzt unter der Brücke wohnen, wollen jedoch nicht in diesen untergebracht werden. In der Bayernkaserne haben sie weder Privatsphäre, noch gibt es die Möglichkeit persönliche Gegenstände dort aufzubewahren. Des Weiteren können die Bewohner nicht selbst entscheiden, mit wem sie sich die Zimmer teilen wollen, sodass es oft zwischen den Bewohner*innen zu Konflikten kommt. Außerdem müssen sie die Zimmer um 7 Uhr morgens räumen, was angesichts der prekären und unsicheren Beschäftigungsverhältnisse vieler Betroffenen für diese ein großes Problem darstellt. Zuletzt ist die Umgebung der Bayernkaserne oftmals ein Ziel von racial profiling durch die Polizei, was insbesondere für einige, welche offene Haftbefehle wegen Schwarzfahrens und anderer Lappalien haben, ein sehr ernstes Problem darstellt. Daher lehnen es viele derjenigen, welche bis jetzt an der Isar gelebt haben, ab, in der Bayernkaserne untergebracht zu werden. Stattdessen fordern sie eine menschenwürdige Unterkunft durch die Stadt und ein Ende der rassistischen Praxis von Behörden und Polizei gegen sie. Doch auch nach der Räumung geht die Stadt auf keine einzige der Forderungen ein! Bei der Unterbringung der Menschen in der Bayernkaserne geht es der Stadt weniger um eine Bekämpfung der Wohnungslosigkeit als um die Kontrolle über die Menschen bei gleichzeitigem Ausschluss vom Reichtum der Stadt!

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Offen ab 20 Uhr

How We Win

Vom 18. bis zum 20. Januar findet an der Humboldt-Universität zu Berlin die dritte bundesweite Konferenz der Kampagne Nationalismus ist keine Alternative statt.

Es reicht nicht mehr, nur dagegenzuhalten. Auch wenn es jetzt dringlich ist, die neuen Faschisten in die Schranken zu weisen, so dürfen wir doch nicht aus den Augen verlieren, was uns dazu antreibt: Die Möglichkeit einer Welt ohne Gewalt und Ausbeutung. Solidarität und das gute Leben für alle! Bauen wir also gemeinsam eine handlungsfähige antifaschistische Linke auf, die sich wieder traut, danach zu fragen, wie sie gewinnen kann.

Kommt Ende Januar zur dritten Konferenz der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ nach Berlin!

Mi. 12.12. alles allen – Filmische Interviews mit 8 Aktivist*innen der Münchner Räterevolution

Filmische Interviews mit 8 Aktivist*innen der Münchner Räterevolution (1988/2018) vorgestellt von Petra Gerschner und Michael Backmund

Sie wuchsen im Krieg unter katastrophalen Lebensbedingungen auf und litten unter Armut, Hunger und Not. Als Kinder, Jugendliche und junge Aktivist*innen politisch aktiver Familien der Münchner Arbeiter*innen-Stadtviertel erlebten sie die Räterevolution am 7. November 1918 und den Aufbruch der Rätezeit bis Mai 1919. Davon berichten Centa Herker-Beimler, Benno Scharmanski, Mathilde und Hugo Jakusch, Emil Meier, Peter Lichtinger, Wilhelmine Dittenheber und Sofie Radischnigg. Nach der blutigen Niederschlagung der Münchner Räterepublik durch Freicorps und die von der SPD aus Berlin geschickten Reichswehreinheiten organisierten sie sich in der kommunistischen und anarchistischen Jugendbewegung und leisteten Widerstand gegen die entstehende NS-Bewegung und später gegen Krieg und Faschismus.

Hugo Jakusch, Emil Meier und Kasimir Dittenheber gehörten zur ersten Dachauer Häftlingsgruppe: Sie wurden am 22. März 1933 ins KZ Dachau verschleppt. Alle Zeitzeug*innen leisteten Widerstand gegen den NS und überlebten Repression, Verfolgung, Folter sowie Haft in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern. Auch nach 1945 blieben sie bis zu ihrem Tod politisch denkende und handelnde Menschen.

Die Interviews mit den ZeitzeugInnen sind 1988 in kollektiver Zusammenarbeit von Ulrike Bez, Petra Gerschner und Michael Backmund entstanden, um die Berichte und Erfahrungen der wenigen noch lebenden Augenzeugen zu bewahren und weiterzugeben.

Fr. 07.12. Björn Peng + Kid Knorke

Björn Peng (Dark Rave, Freiburg)
„Björn Peng ist sowas wie der letzte Überlebende oder der erste Auferstandene. Ein dunkler Geist, der den Electro-Pop wogen lässt, der die Ästhetik von EBM und Cold Wave genauso liebt wie Atari-Sounds und DAF, der seinen tanzbaren Darkrave-Sound mit Punkrockattitüde und auch mal einem eingesampleten distorted Gitarrenbrett nicht abgeneigt ist“

Kid Knorke (8-bit Punk, Hamburg)
Elektropunk vs 8bit – Super Mario mit Laserkanone – Zombienerd mit Highscore Fetisch.

Offen ab 20 Uhr

Mi. 05.12. Bestürzende Neubauten + Elvis de Sade

Die Adventszeit wird düster im Mittwochskafe. Heute spielen die neue Supernoisecombo Bestürzende Neubauten (Noise, München) sowie der aufstrebende Stern am Synthpop Firmament Elvis de Sade (Dark Wave, München). Offen ist ab 20:00 Konzert geht gegen 21:15 los.